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Potenzmittel hilft bei Nebenwirkungen durch Antidepressiva
 
Antidepressiva können bei Frauen das Sexualverlangen sowie die sexuelle Stimulation eindämmen. Eine Studie zeigte, dass der Wirkstoff Sildenafil diese Nebenwirkungen lindern kann. Allerdings können dafür andere Beschwerden auftreten.

Paar Liebe
 
Zu den häufigsten Nebenwirkungen von antidepressiven Medikamenten zählen Störungen der Sexualfunktion wie Verminderung des Sexualverlangens, der Erregbarkeit und/oder der Orgasmusfähigkeit.

 

Die im medizinischen Fachblatt „Jama“ publizierte Studie untersuchte, wie effektiv der Wirkstoff Sildenafil diese Nebenwirkungen reduzieren kann.

 

98 sexuell aktive, im Schnitt 37-jährige Frauen, nahmen an der Studie teil. Die Teilnehmerinnen wurden mit Serotonin-Wiederaufnahmehemmern (SSRI) wegen einer schweren Depression behandelt. Bei allen Frauen verbesserte sich die Depression. Gleichzeitig beklagten alle Frauen – als Nebenwirkung der SSRI-Behandlung - sexuelle Funktionsstörungen (Verminderung des Sexualverlangens, der Erregbarkeit und/oder der Orgasmusfähigkeit).

 

Während 8 Wochen nahm die Hälfte der Teilnehmerinnen ein bis zwei Stunden vor dem Sexualakt Sildenafil (Viagra®) ein; die andern Frauen bekamen ein Placebo (Scheinmedikament). Ausserdem füllten die Teilnehmerinnen mehrere Fragebögen zu ihrem Sexualleben aus (z.B. zur sexuellen Begierde, Erregungsfähigkeit, Feuchtigkeit, Orgasmus, sexuellem Vergnügen oder eventuellen Störungen).

 

Verbesserung der Sexualfunktion mit Nebenwirkungen

Verglichen mit der Placebogruppe verbesserte die Einnahme von Sildenafil die Sexualfunktion aller Frauen. Allerdings klagten einige Frauen über typische Nebenwirkungen dieses Medikamentes wie Kopfschmerzen,
Wallungen und Verdauungsstörungen. Diese Beschwerden  führten aber bei keiner der Teilnehmerinnen zum Absetzen des Medikamentes.


Die Studienautoren meinen, dass der Wirkstoff Sildenafil, das Sexualleben von Frauen mit Libidostörungen als Nebenwirkung einer SSRI-Behandlung, verbessern kann.


Tellmed, JAMA 2008;300:395-404 - Nurnberg HG et al

30.07.2008 - dzu


 

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