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Sterberisiko bei Alzheimer durch Antipsychotika erhöht
 
Eine britische Studie hat den Effekt einer langfristigen Einnahme von antipsychotischen Medikamenten bei Alzheimer-Patienten untersucht. Es zeigte sich, dass im Vergleich zur Plazebobehandlung, die Patienten mit Antipsychotika-Behandlung früher sterben.

Seniorenpaar
 
An der Studie nahmen 165 Alzheimer-Patienten teil. Nach drei Jahren lebten gerade noch 30% der Patienten, die regelmässig Antipsychotika einnahmen; die Überlebensrate in der Placebogruppe lag bei 59%.

 

Bereits 2005 hat die U.S. Food and Drug Administration auf Grund einer Studie strengere Warnhinweise für die Verwendung von Antipsychotika bei Alzheimer-Patienten verlangt.

 

Die Britischen Experten kritisieren die weit verbreitete Verschreibung von Antipsychotika bei dementen Menschen scharf. Sie argumentieren, dass die meisten Aggressionsschübe bei dementen Patienten vorübergehender Natur sind. Sie verlangen eine bessere Ausbildung des medizinischen Personals.

 

Kurzfristig sollen Antipsychotika bei schweren Aggressionsschüben weiterhin eingesetzt werden. Langfristige Verschreibungen müssten jedoch nach den aktuellen Resultaten überdacht werden, schreiben die Britischen Ärzte im ''Lancet Neurology''.

 

Warum Antipsychotika bei Alzheimer-Patienten das Sterberisiko erhöhen, muss erforscht werden. Denkbar sei, dass der Bewegungsmangel der Patienten oder die erhöhte Anfälligkeit auf Infektionen des Brust- und Lungenraums eine Rolle spielt.

 

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pte

14.01.2009 - dzu


 

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