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Fitte und gesunde Kinder dank erhöhtem Sportanteil an der Schule
 
540 Erst- und Fünftklässer aus zwei verschiedenen Kantonen nahmen an einem speziellen Sportprogramm teil. Resultat: Der Fettanteil ging zurück, aber die Ausdauer und nicht zu vernachlässigen, die Freude an Bewegung steigerten sich.

KInder Spielen Sport
 
Insgesamt nahmen 540 Erst- und Fünftklässler in 15 Schulen aus den Kantonen Basel-Land und Aargau an einem Spezial-Sportprogramm teil.
 
Zwölf Klassen wurden im normalen Stundenplan unterrichtet; 16 Klassen dagegen bekamen während neun Monaten einen mehr spass- und sportbetonteren Stundenplan: Die Turnstunden wurden bei ihnen von drei auf fünf wöchentlich, erhöht.
 
Ausserdem gab es mehrmals täglich kurze Bewegungspausen. Auch zu Hause musste die Bewegungsgruppe einzelne kleine Aktivprogramme einbauen, wie zum Beispiel während dem Zähneputzen auf einem Beinstehen oder eine Treppe rauf und runterhüpfen.
 
Es zahlte sich aus, wie die Forscher im Fachblatt British Medical Journal berichten: Mehr Bewegung reduzierte das Gewicht, der Fettanteil ging um 6% zurück, dafür stieg die Ausdauer um fast 10%; bei den Schülern ohne zusätzliche Bewegung stieg die Ausdauer um 6%.
 
Vorallem der Effekt auf die Ausdauer freute die Forscher. Sie meinen:“ Ein aktives, fittes Kind mit etwas Übergewicht sei mindestens so gesund wie ein inaktives, nicht fittes Kind mit normalem Gewicht“. Unabhängig vom Körpergewicht sank auch das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen bei den Schülern im Bewegungsprogramm.

 

Kinder lassen sich zu Sport animieren

Auch die Schwierigkeit, Kinder dauerhaft in ein Sportprogramm einzubinden, gab es nicht: Neun von zehn Schülern und 70% der Lehrer gaben an, dass sie dieses Programm gerne weiterführen möchten. Und: Trotz erhöhtem Pensum bewältigten die Schüler alle anderen Fächer problemlos. Das deutet wiederum daraufhin, dass regelmässige körperliche Betätigung nicht nur den Körper fitter macht, sondern auch den Geist – die Konzentration steigt.
 
Die Hoffnung, dieses Bewegungsprogramm bald schweizweit einzuführen besteht  beim Programmleiter – er fürchtet dennoch, dass sich dies nicht so ohne weiteres durchführen lässt. Denn: „Es braucht dazu veränderte Schulpläne und dies kann nur auf politischer Ebene passieren.“
 
Trotzdem ist er überzeugt, dass Kindern kann Spass und Freude an der Bewegung beigebracht werden kann und das zahlt sich schlussendlich sowohl für die Kinder als auch für die ganze Gesellschaft aus.


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25.02.2010 - dzu


 

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