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Sie sind hier: Untersuchungen » Myelographie 28. April 2017
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Myelographie, Myelografie, Myelogramm

Untersuchungsmethode

Myelographie: Röntgendarstellung des Wirbelkanals, Bandscheiben, Nervenwurzeln

Was ist eine Myelographie

Die Myelographie ist eine kontrastmittelunterstützte Röntgenuntersuchung zur Darstellung des Wirbelkanals, des darin verlaufenden Rückenmarks (Myelon spinalis) und der dort abgehenden Nervenwurzeln. Dazu wird eine kleine Menge Röntgenkontrastmittel in den Wirbelkanal gespritzt, genauer: in den mit Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit (Liquor cerebrospinalis) gefüllten Raum, der das Rückenmark umgibt. Die anschliessenden Röntgenaufnahmen im Liegen und im Stehen ermöglichen die Beurteilung der Platzverhältnisse im Wirbelkanal sowie die Beurteilung von krankhaften Veränderungen im Bereich der Wirbelsäule, die zu einer Schädigung des Rückenmarks oder der Nervenwurzeln führen (z.B. Verengungen des Wirbelkanals, Bandscheibenvorfälle, Tumoren).

Die Myleographie ist eine Untersuchung aus dem Gebiet der Radiologie.

Bedarf es einer speziellen Vorbereitung auf die Untersuchung

Blutverdünnende Medikamente (Antikoagulation) müssen einige Tage vor der Untersuchung pausiert oder gegebenenfalls durch andere Medikamente ersetzt werden. Anweisungen dazu gibt der behandelnde Arzt.
Achtung: Auch gewisse Schmerzmittel können blutverdünnend wirken. Unbedingt mit dem Arzt Rücksprache nehmen.

Was wird vor der Untersuchung abgeklärt

  • Ausschluss eines erhöhten Hirndrucks: mittels Computertomographie (CT) des Schädels, alternativ Magnetresonanztomographie (MRT) des Schädels. Die Untersuchung des Augenhintergrundes zum Ausschluss eines erhöhten Hirndrucks ist nur bedingt aussagekräftig.
  • Ausschluss von Infektionen im Bereich der Einstichstelle
  • Allfällige Allergien (Kontrastmittel, Mittel zur örtlichen Betäubung) müssen mit dem Arzt besprochen werden.
  • Abklärung des Blutgerinnungswerte
  • Abklärung der Nierenwerte (Röntgenkontrastmittel können zu Nierenschäden führen)
  • Abklärung der Schilddrüsenwerte (Kontrastmittel können zur Schilddrüsenfunktionsstörungen führen)

Wie wird eine Myelographie durchgeführt

Die Myelographie erfolgt ambulant und dauert etwa 30-45 Minuten. Danach muss der Patient liegen und wird noch 3-4 Stunden überwacht.
Die Untersuchung erfolgt meist in Seitenlage des Patienten. Das Anziehen der Beine fördert eine Beugung der Lendenwirbelsäule und erleichtert dem Arzt den Zugang zum Wirbelkanal. Nach mehrmaliger Desinfektion erfolgt unter sterilen Bedingungen das Anstechen (Punktion) des mit Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit gefüllten Raumes im Wirbelkanal, und zwar auf Höhe der mittleren oder unteren Lendenwirbelsäule (also klar unterhalb des Rückenmarksendes). Dieser Eingriff wird auch Lumbalpunktion genannt. Dazu führt der Arzt ? gegebenenfalls nach örtlicher Betäubung - eine dünne Hohlnadel in den Wirbelkanal ein. Nach der Entnahme von etwas Rückenmarksflüssigkeit für Laboruntersuchungen spritzt er ca. 15 ml wasserlösliches, jodhaltiges Kontrastmittel in den Wirbelkanal. Nach Entfernen der Nadel werden gezielte Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule im Liegen und im Stehen durchgeführt, dazu gehören auch Aufnahmen in unterschiedlichen Körperpositionen, sogenannte Funktionsaufnahmen (z.B. in gebeugter oder gestreckter Position).

Ergänzend erfolgt im Anschluss meist noch eine Computertomographie (CT) der Wirbelsäule.

Um das Auftreten von Kopfschmerzen zu vermeiden, empfehlen sich nach der Untersuchung Bettruhe bei leicht hochgelagertem Oberkörper und ausreichendes Trinken.

Wann wird eine Myelographie eingesetzt

Die Myelographie dient der Abklärung von Erkrankungen im Bereich der Wirbelsäule und damit zusammenhängenden neurologischen (das Nervensystem betreffenden) Beschwerden.

Allerdings hat sie durch die nichtinvasiven Schnittbildverfahren wie Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT) an Bedeutung verloren und kommt hauptsächlich zum Einsatz, wenn eine MRT oder CT nicht durchgeführt werden können oder nicht ausreichend Informationen liefern sowie bei speziellen Fragestellungen (Neurochirurgie, Orthopädie, Operationsplanung).

Ein Vorteil der Myelographie gegenüber MRT und CT besteht darin, dass der Wirbelkanal auch unter Belastung, also im Stehen, untersucht werden kann.

Gründe für eine Myelographie sind z.B.:
  • Gegenanzeigen (Kontraindikationen) für eine MRT: Herzschrittmacher, Metallfremdkörper
  • Funktionsabhängige Beschwerden: Die Beschwerden treten nur bei bestimmten Körperhaltungen oder Bewegungen auf, z.B. im Stehen oder beim Heben von Lasten.
  • Bandscheibenvorfälle (Diskushernien)
  • Spinalkanalstenosen (Verengungen des Wirbelkanals), Foramenstenosen (Verengungen der Nervenaustrittsöffnungen)
  • Wurzelkompressionssyndrome (Abdrücken oder Einklemmen von Nervenwurzeln durch beispielsweise Bandscheibenvorfall, Tumoren, knöcherne Veränderungen)
  • Rückenmarksverletzungen
  • Traumatische Nervenwurzelausrisse
  • Planungshilfe für Operationen

Hat die Myelographie Risiken oder Nebenwirkungen

Die Myelographie ist im Allgemeinen ein risikoarmer Routineeingriff, Komplikationen sind selten, können aber nicht ausgeschlossen werden.
Bei der Kontrastmittelgabe können sich die bestehenden Beschwerden im Bereich von Rücken und Beinen vorübergehend verstärken. Im Rahmen der punktionsbedingt veränderten Druckverhältnisse können Kopfschmerzen mit Übelkeit und Erbrechen auftreten, die ein paar Tage anhalten können. Möglich, im Allgemeinen jedoch selten bis sehr selten, sind allergische Reaktionen, Blutungen, Infektionen, Nervenverletzungen mit vorübergehenden oder bleibenden Lähmungserscheinungen, epileptische Anfälle als Reaktion auf das Kontrastmittel oder Schilddrüsenfunktionsstörungen.
  • siehe auch Risiken und Nebenwirkungen bei Lumbalpunktionen.


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