Leaderboard

Sie sind hier: Fokus » Heuschnupfen 26. September 2017
Fokus
Adipositas, schweres Übergewicht
Alkoholabhängigkeit
Baby / Geburt Schwangerschaft
Blasenentzündung, Zystitis
Blutgerinnung
Brustkrebs
Cholesterin
Chronische myeloische Leukämie (CML)
Eisenmangel
Endometriose
Essstörungen
Fussgesundheit
Gebärmutterhalskrebs/ Genitalwarzen
Haarausfall
Haut trocken
Haut-/Sonnenschutz
Herz / Herz-Kreislauf
Heuschnupfen
Allergene
Tipps
Behandlung
Aktuell
Diskussionsforum
Immunsystem stärken
Impfen
Insektenschutz
Körperschmuck
Krankenversicherung
Menstruation
Morbus Crohn
Multiple Sklerose
Nagelgesundheit
Nagelpilz
Nahrungsmittel: Allergie, Unverträglichkeit
Nikotinsucht
Prostatakrebs
Schwindel
Stress
Todesfall
Verdauung
Verhütung / Verhütungsmethoden
Vogelgrippe
Wechseljahre
Zecken
Krankheitsbilder
Symptome
Untersuchungen
Medizinische Onlineberatung
TopPharm Apotheken
Versand-Apotheke
News
Physiotherapie
Gesundheitsmagazin Schweizer Hausapotheke
Patientenzeitschrift Sprechstunde
Ratgeber
Ernährung
Gesunde Zähne
Alternativmedizin, TCM
Männer
Frauen
Kinder-Teenager
Senioren
Sport, Wellness
Pharmazeutika
Nützliches
Links
Schrift: Schrift grösser Schrift kleiner Als Email versenden Druckvorschau

Rect Top

 

 

Asthma und Allergien: Warum Bauernhof-Staub schützt

Kinder, die auf einem Bauernhof gross werden, erkranken deutlich seltener an Asthma und Allergien als Stadtkinder. Eine neue Tierstudie deckt nun den Mechanismus dieses Phänomens auf, wie die Ludwig-Maximilians-Universität München schreibt.

Aufwachsen auf dem
Bauernhof schützt
vor Allergien und
Asthma
 
Wer viel im Kuhstall spielt, schützt sich aktiv vor Asthma und Allergien: Diesen Bauernhof-Effekt konnten Forscher um die LMU-Medizinerin Erika von Mutius in mehreren Studien nachweisen.

 

Demnach kommen Kinder, die auf einem Bauernhof aufwachsen, mit besonders vielen Zellwand-Bestandteilen verschiedener Bakterien - sogenannten Endotoxinen - in Kontakt, die sie mit dem Staub einatmen. Das regt die kindliche Immunabwehr an und beugt späteren Fehlreaktionen des Immunsystems vor.

 

 „Welcher Mechanismus diesem Schutzeffekt zugrunde liegt, war bisher allerdings unbekannt“, sagt von Mutius, die Leiterin der Asthma- und Allergieambulanz am Dr. von Haunerschen Kinderspital. Im Rahmen einer neuen Studie, an der auch Mutius beteiligt war, konnte ein internationales Forscherteam nun nachweisen, dass das Enzym A20 dabei eine entscheidende Rolle spielt – und dass eine bestimmte Mutation die Anfälligkeit für Asthma beeinflusst. Über ihre Ergebnisse berichten die Wissenschaftler in der neuen Ausgabe des Fachmagazins Science.

 

Allergisches Asthma beruht auf einem komplexen Zusammenspiel von genetischen Faktoren und Umwelteinflüssen. Es entsteht, wenn das Immunsystem durch eingeatmete Allergene wie Hausstaubmilben aktiviert und eine Signalkaskade in Gang gesetzt wird, durch die es zu chronischen Entzündungen in den Atemwegen kommt. Wie die Forscher nun am Mausmodell zeigen konnten, schützen im Stallstaub enthaltene Endotoxine vor allergischen Reaktionen, weil sie das Enzym A20 in der Schleimhaut der Atemwege stimulieren. A20 inhibiert daraufhin einen für die Immunreaktion entscheidenden Transkriptionsfaktor und stoppt so die Entzündungskaskade. Ohne A20 funktioniert der Schutz nicht: Mäuse, die das Enzym in der Atemwegsschleimhaut nicht bilden können, entwickelten trotz täglicher Endotoxin- bzw. Stallstaubgaben Asthma-Symptome, wenn sie allergieauslösenden Faktoren ausgesetzt wurden und waren darüber hinaus besonders empfindlich gegenüber Allergenen.

 

Genvariante beeinflusst Asthma-Schutz

Versuche mit humanen bronchialen Epithelzellen zeigten, dass A20 auch beim Menschen eine Rolle spielt: Nach der Stimulation mit Endotoxinen enthielten die Zellen gesunder Kontrollpersonen mehr A20 als die Zellen von Asthma-Patienten. A20 wird beim Menschen von dem Gen TNFAIP3 codiert, von dem bekannt ist, dass es in mehreren genetischen Variationen, sogenannten SNPs, vorkommt. Mutius‘ Team widmete sich im Rahmen der Studie besonders der Frage, ob es im Hinblick auf den Asthma-Schutz von Bauernkindern auch eine genetische Komponente gibt. „Mithilfe von Daten aus früheren Studien konnten wir nun tatsächlich zeigen, dass eine bestimmte TNFAIP3-Variante das Risiko für Asthma und Allergien erhöht“, sagt von Mutius. Und nicht nur das: Je nachdem, welche Mutation vorliegt, funktioniert der Endotoxin-Schutz besser oder schlechter. Bei einer Variante kann Asthma durch Endotoxine fast vollständig unterdrückt werden, während bei der anderen der Schutz nur noch zu etwa 30 Prozent funktioniert.

 

„Diese Ergebnisse sind ein riesiger Fortschritt für das Verständnis der Schutzfunktion von Bauernhofexposition und Endotoxinen“, betont von Mutius. Und möglicherweise können die Ergebnisse zukünftig auch die Entwicklung neuer Therapien voranbringen: Medikamente, die an A20 ansetzen und das Enzym aktivieren, könnten allergieanfälligen Personen helfen, überschiessende Immunreaktionen zu bremsen.

 

Linkempfehlung

Pressemitteilung Ludwig-Maximilians-Universität München LMU

07.09.2015 - dzu

 
Facebook Like- and Share-Button
Rect Bottom
 

Anmeldung Newsletter

 

Krankheiten von A-Z, Symptome, Therapien, Diagnosen >> 

Symptome:
die wichtigsten Beschwerden >>

Untersuchungen:
die häufigsten Untersuchungs-methoden>>

Forum Heuschnupfen, Pollenallergie

 

Leser diskutieren zum Thema Heuschnupfen, Pollenallerie, allergische Rhinitis >>

Sky right 1
Sky right 2
Adserver Footer