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Sie sind hier: Fokus » Nahrungsmittel: Allergie, Unverträglichkeit 26. September 2017
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Glutenunverträglichkeit: Unterschätzte Darmkrankheit

Die Zöliakie wird in der Allgemeinpraxis auch heute noch häufig als solche nicht erkannt. Der Hauptgrund sind die oft sehr unspezifischen Beschwerden, die auch anderen Krankheitsbildern zugeordnet werden können. Für die Betroffenen ein Drama, meist leiden sie dadurch jahrelang und unnütz.

Gluten steckt in
vielen Getreideprodukten
 
Gluten (auch Klebereiweiss) ist ein Protein, das in verschiedenen Getreidearten vorkommt. Allen voran ist hier der Weizen zu nennen. Aber auch andere Getreidearten wie Roggen, Dinkel, Kamut, Grünkern, Einkorn und Emmer enthalten reichlich, Hafer und Gersten eher wenig Gluten. Gluten wird auch in vielen Fertigprodukten wie Saucen, Gewürzen etc. als Geschmacksverstärker beigegeben.

 

Bei der Glutenunverträglichkeit kommt es durch Glutenaufnahme zu chronischen Entzündungen und Schädigungen der Darmschleimhaut. In der Folge werden wichtige notwendige Mineralstoffe nicht mehr vom Darm aufgenommen. Bauchschmerzen, Durchfälle, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust gehören zu den häufigsten Beschwerden. Oft ist das Beschwerdebild aber sehr diffus und es treten auch ausserhalb des Magen-Darmbereiches Symptome auf.

 

Die Ursachen der Glutenunverträglichkeit sind nicht klar, meist liegt eine familiäre Veranlagung dazu vor. In der Schweiz leidet ca. 1% der Bevölkerung an einer Zöliakie. Die Dunkelziffer, das heisst die Anzahl jener Fälle, wo noch keine Diagnose steht, ist sehr hoch.


Der nachfolgende Expertenbericht aus dem Falk Symposium 193 in Amsterdam, wurde im Fachblatt journalmed.de publiziert.


Bei unklaren Magen-Darmbeschwerden sowie einem zusätzlichen Leistungsabfall, erhöhten Leberwerten, Anzeichen von depressiven Episoden oder auch neurologischen Symptomen sollte der Hausarzt hellhörig werden. In diesem Fall müsse eine gluten-assozierte Erkrankung, sowohl bei Kindern wie auch bei Erwachsenen, in Betracht gezogen werden. Andere Anzeichen wie bestimmte Haukrankheiten (Dermatitis herpetiformis), Sodbrennen, unklare starke Verminderung der Knochendichte sollten für den Hausarzt ebenfalls ein Grund sein, den Patienten auf Glutenunverträglichkeit hin zu untersuchen. Ein Autoantikörpertest kann hier hilfreich sein. Leider kommt es bei diesen Tests aber häufig zu falsch positiven Resultaten. Die Diagnose „Zöliakie“ kann erst durch eine Gewebeprobe der Dünndarmschleimhaut gesichert werden.

 

Folgende Erkrankungen scheinen häufig ebenfalls mit Zöliakie im Zusammenhang zu stehen:

  • Zuckerkrankheit Typ 1, Diabetes mellitus Typ 1
  • Milchzuckerunverträglichkeit, Laktoseintolleranz
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Autoimmunerkrankungen wie Rheumatoide Arthritis, Multiple Sklerose

 

Die Patienten oder Betroffenen selber tragen insofern zur Nichtentdeckung bei, als dass sie die diffusen Beschwerden selber nicht richtig deuten können und so auch nicht klar dem Arzt schildern können. Wenn jemand zum Beispiel ''nur'' Brot schlecht verträgt, dauert es oft Jahre, bis ein Zusammenhang zu Gluten gemacht wird. Ebenso könnte hier auch die noch wenig erforschte Weizenunverträglichkeit, die auch glutenunabhängig Beschwerden verursacht, vorliegen.

 

Zöliakie – was tun?

Der lebenslange Verzicht auf Gluten ist bei Zöliakie eine Grundvoraussetzung, um die Beschwerden in Schach zu halten. Eine Glutendiät verhilft Betroffenen zu einer allgemein stark verbesserten Gesundheit und zu mehr Lebensqualität. Heute bieten bereits viele Grossverteiler glutenfreie Nahrungsmittel und Produkte an.

 

Eine Ernährungsberatung ist wichtig, um die Betroffenen in der glutenfreien Ernährung zu unterstützen und Mangelzuständen vorzubeugen. Medikamente gegen die Zöliakie gibt es bis heute nicht. Medikamente sollten darauf abzielen, eine glutenfreie Diät so zu ergänzen, dass bereits geringste Glutenmengen im Körper neutralisiert werden. Diese Medikamente sowie eine Impfung gegen Zöliakie sind aber immer noch in der Entwicklungsphase.

 

Weizensensitivität – was tun?

Die Weizensensitivität erfordert ebenfalls diätische Massnahmen. "Wir gehen derzeit davon aus, dass wahrscheinlich bis zu 10% Prozent der Bevölkerung von einer weizenreduzierten Ernährung profitieren könnten", so die Experten. Diese Krankheit ist noch weit weniger erforscht als die Zöliakie. Man vermutet eine angeborene Immunität gegen ein bestimmtes Weizenprotein, das hauptsächlich für die Schädlingsbekämpfung des Weizens verantwortlich ist.

 

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journalmed.de

30.09.2014 - dzu

 
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