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Neue Empfehlungen der EEK zum Fleischkonsum - der Gesundheit zu liebe

Nach Studienanalysen kommt die Eidgenössische Ernährungskommission (EEK) zum Schluss, dass insbesondere der Konsum von rotem und jener von verarbeitetem Fleisch noch stärker eingeschränkt werden sollte um das Risiko für verschiedene Erkrankungen zu vermindern.

Schadet rotes Fleisch
der Gesundheit?
 

Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE) sowie das Bundesamt für Lebensmittelwesen (BLV) empfehlen zurzeit zur Abdeckung des täglichen Eiweissbedarfs: 1 Portion Fleisch, Geflügel, Fisch, Eier, Tofu, Quorn, Seitan, Käse oder Quark, wobei zwischen diesen Eiweisslieferanten abgewechselt werden sollte. Ausserdem empfiehlt die SGE öfters einen vegetarischen Ernährungstag einzulegen – der Gesundheit und der Umwelt zuliebe.

 

Zum Konsum von verarbeiteten Fleischprodukten (Salami, Wurst etc.) gibt es keine genauen Angaben. Jedoch wird eher zum Verzehr von unverarbeitetem Fleisch geraten. Verarbeitete Fleischprodukte enthalten mehr Fett und ungesunde Pökelsalze als unverarbeitetes Fleisch.

 

Fleisch ist eine wertvolle Quelle für wichtige Nährstoffe wie Eiweisse (Proteine) und Vitamine (A, B1, B12 B3, auch Niacin). Ausserdem enthält insbesondere rotes Fleisch viel Eisen, das für die Blutbildung notwendig ist, sowie das Spurenelement Zink.

 

Nach Analyse von grossen Kohortenstudien (*HPFS, NHS I und II, NIH-AARP, EPIC) stellte die EEK fest, dass der gänzliche Verzicht auf Fleisch (Vegetarismus, Veganismus) auch gewisse Risiken birgt.

 

Beim Veganismus, der auch den Verzicht von tierischen Produkten wie z.B. Milch oder Eier beinhaltet, kann es zu Mangelerscheinungen kommen. So könne bei vegan lebenden Schwangeren ein für das Kind gefährlicher Mangel an Vitamin B12 auftreten. Werde dieser nicht durch Nährstoffergänzungsmitteln supplementiert, könne dies beim Kind zu schweren Entwicklungsstörungen führen. Auch ältere Personen erleiden bei veganer Ernährung eher Mangelerscheinungen.

 

Die EEK leitet aus den Studienresultaten ab, dass insbesondere der Konsum von rotem Fleisch und vor allem auch von verarbeitetem Fleisch, negative Langzeitwirkungen haben kann mit erhöhter Sterblichkeit und erhöhtem Risiko für Herz-Kreislauferkrankungsrisiko, bestimmte Krebserkrankungen (Darmkrebs) und  Diabetes Typ 2.

 

Rotes Fleisch wird in den meisten Studien wie folgt definiert: alles Fleisch, das noch zubereitet werden muss. Ausnahme: Huhn, dies gehört zu ''weissem Fleisch''. In einigen Studien wird Kaninchenfleisch ebenfalls zu weissem Fleisch gezählt.

 

Zu verarbeitetem Fleisch gehören Fleischprodukte wie Salami, Wurstwaren, Pökelfleisch, Speck, Fleischkäse etc. Eine länderübergreifende, gemeinsame Definition was rotes Fleisch ist oder welche Fleischprodukte eher gemieden werden sollten existiert nicht. Bei den Fleischprodukten in den einzelnen Ländern sind die Zusammensetzungen meist sehr unterschiedlich. Auch ist nicht ersichtlich, ob es Fleischprodukte gibt, die sich ungünstiger auf die Gesundheit auswirken als andere.

 

Die EEK fand nach der Analyse auch keine deutlichen Hinweise darauf hin, wie Fleisch gesundheitsschädigend wirkt. Es werden dafür verschiedene Mechanismen vermutet.

 

Empfehlung der EEK: Weniger Fleisch und noch weniger Fleischprodukte

Die EEK empfiehlt, die gegenwärtigen Empfehlungen der SGE sowie des BLV bezüglich Konsum von Fleisch und Fleischprodukten zu überdenken. Insbesondere der Konsum von verarbeitetem Fleisch sollte deutlicher eingeschränkt werden. Die Empfehlungen richten sich an Erwachsene Personen, im Alter von 35-70 Jahren, da auch die Studien vorwiegend diese Altersgruppen untersuchten. Bei älteren Personen kann der Proteinbedarf jedoch am besten über Fleischkonsum gedeckt werden.

 

Dahingehend zitiert die EEK auch Empfehlungen des World Cancer Research Fund (Report 2007). Der WCRF empfiehlt ähnliche Massnahmen: Beschränkung des Konsums von rotem Fleisch und von verarbeitetem Fleisch. Der Verzehr von gekochtem rotem Fleisch von mehr als 500g wöchentlich gehe mit einem erhöhten Darmkrebsrisiko einher. Und: 10% aller Dickdarmkrebse werden laut WCRF auf den Konsum von verarbeitetem Fleisch zurückgeführt. Im Schnitt werde in der Schweiz pro Woche ca. 500g gekochtes rotes Fleisch konsumiert, so die EEK.

 

Empfehlungen bezüglich Fleischkonsum von der Harvard School of Public Health in den USA: Diese besagen, dass insbesondere Fisch und Bohnen als Proteinquellen bevorzugt werden sollten. Fisch, Huhn, Bohnen, Nüsse seien ein adäquater Ersatz für Fleisch und könnten das Risiko für Herzerkrankungen sowie für Diabetes senken. Rotes Fleisch sollte maximal zweimal pro Woche und nicht mehr als 170g/Woche genossen werden. Die Havard Experten empfehlen sogar den gänzlichen Verzicht von verarbeitetem Fleisch (inkl. Hamburger, Hot Dogs, Büchsenfleisch etc.).

 

*Erklärungen zu den Studien:  HPFS Health Professionals Follow-up Study (Männer aus dem Gesundheitswesen), NHS I und II Nurses Health Study I und II (Frauen aus Gesundheitsberufen), NIH-AARP Diet and Health Study (Amerikanische Nationalstudie zu Diäten und Gesundheit), EPIC European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC) study (Studie zu Zusammenhängen zwischen Krebs und Gesundheit). Es handelt sich um Langzeitstudien, in der die Teilnehmer regelmässig zu Gesundheit und Lebensstil (inkl. Ernährung, Alkoholkonsum, Rauchen, Bewegung) befragt und untersucht wurden.

 

Mehr zum Thema

Eidgenössische Ernährungskommission (EEK)

17.11.2014 - dzu

 
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