Leaderboard

Sie sind hier: Fokus » Durchfall » Reisedurchfall 26. September 2017
Fokus
Adipositas, schweres Übergewicht
Alkoholabhängigkeit
Baby / Geburt Schwangerschaft
Blasenentzündung, Zystitis
Blutgerinnung
Brustkrebs
Cholesterin
Chronische myeloische Leukämie (CML)
Eisenmangel
Endometriose
Essstörungen
Fussgesundheit
Gebärmutterhalskrebs/ Genitalwarzen
Haarausfall
Haut trocken
Haut-/Sonnenschutz
Herz / Herz-Kreislauf
Heuschnupfen
Immunsystem stärken
Impfen
Insektenschutz
Körperschmuck
Krankenversicherung
Menstruation
Morbus Crohn
Multiple Sklerose
Nagelgesundheit
Nagelpilz
Nahrungsmittel: Allergie, Unverträglichkeit
Nikotinsucht
Prostatakrebs
Schwindel
Stress
Todesfall
Verdauung
Verhütung / Verhütungsmethoden
Vogelgrippe
Wechseljahre
Zecken
Krankheitsbilder
Symptome
Untersuchungen
Medizinische Onlineberatung
TopPharm Apotheken
Versand-Apotheke
News
Physiotherapie
Gesundheitsmagazin Schweizer Hausapotheke
Patientenzeitschrift Sprechstunde
Ratgeber
Ernährung
Gesunde Zähne
Alternativmedizin, TCM
Männer
Frauen
Kinder-Teenager
Senioren
Sport, Wellness
Pharmazeutika
Nützliches
Links
Schrift: Schrift grösser Schrift kleiner

Rect Top

 

 

Reisedurchfall, Reisediarrhoe - Eine lästige bis gefährliche Darm-Erkrankung

Reisen Tropen
''Montezumas-Rache''
kann Urlauber
überall treffen
 
''Pharaos Rache'' oder ''Pyramiden-Sidestep'' bei einigen Nilkreuzfahrten, bei Reisen in Mittel- und Südamerika ''Montezumas Rache'': Klangvolle Namen für eine lästige bis gefährliche Erkrankung – der Reisedurchfall (Reisediarrhoe). 

 

Viele Tropenreisende kennen Episoden von Durchfall oder sogar länger anhaltenden Durchfall-Erkrankungen. Auf einigen Nilkreuzfahrten liegt das Erkrankungsrisiko bei bis zu 80% der Passagiere.

 

Bei Reisen nach Afrika, Asien und Lateinamerika liegt das Risiko bei bis zu 50%. Am geringsten ist das Risiko für eine Reisediarrhoe (weniger als 8%) bei Reisen nach Nordeuropa, Nordamerika, Australien, Neuseeland und Japan.

 

Kontaminiertes Wasser oder Lebensmittel sind schuld am Reisedurchfall

Das Risiko an einer Reisediarrhoe zu erkranken hängt – ausser vom Reiseziel – auch von den Hygienemassnahmen sowie der Ernährung ab.

In den meisten Fällen sind es Bakterien, die durch verschmutztes Wasser oder durch kontaminierte Lebensmittel aufgenommen werden. Durch ungewohnte Klimaverhältnisse, Jetlag und durch das ungewohnte Essen ist das Abwehrsystem anfälliger und die Erreger haben ein leichtes Spiel. Dabei können bereits einfache Verhaltensregeln diese Erkrankung verhindern.

Der Leitsatz jedes Reisenden: Boil it, cook it, peel it or forget it! – Siede es, koche es, schäle es oder vergiss es!

Aber: 98% der Reisenden essen ''riskante'' Nahrungsmittel während den ersten 3 Tagen, 71% essen Salate oder ungekochtes Gemüse und 53% nehmen Eiswürfel in Drinks. Damit sind schon die schlimmsten ''Esssünden'' aufgedeckt.

 

Die Folgen:

Übelkeit, Erbrechen und Durchfälle! Dies führt zu einem hohen Flüssigkeitsverlust, was vor allem bei Kindern und älteren Menschen schnell zu lebensgefährlicher Austrocknung und Kreislaufstörungen führen kann. Aber auch jüngere Erwachsene können bei Hitze sehr schnell austrocknen.

 

Wie behandelt man einen Reise-Durchfall?

An erster Stelle steht die Rehydratation, um den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust als Folge des Durchfalls auszugleichen und zum Schutz vor dem Austrocknen. Mehr zu Zeichen eines Notfalls >>

 

Orale Rehydratationstherapie

Im Rahmen der Choleratherapie entwickelte die WHO eine definierte orale Rehydratationstherapie (WHO-ORS): wässrige Lösung mit Zucker (Glukose), Kochsalz (Natriumchlorid) und anderen Elektrolyten.

 

Orale Rehydratationslösung (ORS)

Auf 1 Liter Trinkwasser:

  • 8 gestrichene Teelöffel Zucker
  • 1 gestrichener Teelöffel Kochsalz
  • 3/4 Teelöffel Backpulver (Natriumbikarbonat), wenn vorhanden
  • zur Geschmacksverbesserung und zur Kaliumanreicherung kann das Ganze mit Fruchsaft abgeschmeckt werden oder zusätzlich 1-2 Bananen essen.

 

Neuere Studien haben gezeigt, dass vor allem Kindern mit Durchfall keine Limonaden oder Cola zum Trinken gegeben werden sollten. Diese können auf Grund des hohen Zuckergehaltes die Beschwerden verschlimmern. Besser sind un- oder nur leicht gesüsste Tees, Hühnerboullion, Reisschleimsuppe, Kokosnusswasser (besonders in den Tropen von Vorteil weil keimfrei, enthält Salze und Zucker im richtigen Verhältnis!)

 

In jede Reiseapotheke gehören Mittel gegen Übelkeit und Durchfall.  Rehydratationslösungen können auch in der Apotheke gekauft werden. Behandlungen mit Medikamenten auf Basis von Microorganismen (z.B. Lactobazillen) (Link zu Behandlung von Durchfall) haben sich bei verschiedenen Durchfallerkrankungen bewährt.


Mehr zur Behandlung von Durchfall >>

 

Wann zum Arzt?

Durchfallerkrankungen, die länger als drei Tage andauern, müssen ärztlich abgeklärt und behandelt werden. Auch hier gilt: Ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder müssen in jedem Fall in ärztliche Kontrolle.

 

Das beste Mittel ist die Vorbeugung

Vermeiden von risikoreichen Lebensmitteln ist ein absolutes Muss.
Ebenfalls zur Vorbeugung gehört das Einhalten der eigenen Hygienemassnahmen: Händewaschen mit Seife nach Toilettengängen und vor dem Hantieren mit Lebensmitteln sollte selbstverständlich sein.


 

Tipps zur Prävention des Reisedurchfalls

Getränke nur aus verschlossenen Flaschen oder Dosen Trinken.
Nur gekochtes, desinfiziertes (Chlor, Silber) oder gefiltertes Wasser trinken und nur solches Wasser zum Zähneputzen nutzen.
Heisse Tees, Kaffee oder fabrikmässig abgefüllte Getränke stellen kein Problem dar.
Auf Eiswürfel in Getränken oder Desserts verzichten. Auf Speiseeis ebenfalls verzichten!
Nur gekochte, gebratene und heissservierte Speisen essen.
Keine aufgewärmte Speisen vom Vortag essen.
Kein rohes oder halbgegartes Fleisch oder Meeresfrüchte (Muscheln, Krabben, Krebse etc.) essen.
Rohe Speisen unbedingt vermeiden! Ausnahmen: Obst und Gemüse, das geschält werden kann.
Nur pasteurisierte Milch trinken oder vor dem Genuss abkochen.
Auf Kostproben in Imbiss- oder Gastküchen verzichten.

 

Impfstoffe gegen Cholera/Reisediarrhoe

Zusätzlich werden vor Reisen in Entwicklungsländer Impfungen gegen Cholera sowie Thyphus und Paratyphus, welche ebenfalls mit schweren Durchfällen eingehen, empfohlen. Am besten erkundigt man sich beim Arzt über die für das Reiseland empfohlenen Impfungen.

 

Kinder ab dem 2. Geburtstag sowie Erwachsene die in gefährdende Gebiete reisen oder sich dort längere Zeit aufhalten, sollten geimpft werden. Aber: Die Impfung ersetzt auf keinen Fall die hygienischen und ernährungstechnischen Schutzmassnahmen.

 
Mediscope
 
14.05.2009 - dzu, gem
 
 
 


Facebook Like- and Share-Button
Rect Bottom
 

Anmeldung Newsletter

 

Krankheiten von A-Z, Symptome, Therapien, Diagnosen >> 

Symptome:
die wichtigsten Beschwerden >>

Untersuchungen:
die häufigsten Untersuchungs-methoden>>

Sky right 1
Sky right 2
Adserver Footer