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Provisorische Krankenkassenprämien: Erhöhungen in Sicht

Das Vergleichsportal bonus.ch veröffentlicht heute die ersten provisorischen Krankenkassenprämien für das Jahr 2015. Die kürzlich von santésuisse angekündigten Prävisionen bestätigen sich: die Prämien werden erheblich mehr erhöht werden, als im letzten Jahr.

Die Prämien 2015 der Schweizer Krankenversicherer werden derzeit vom  Bundesamt für Gesundheit (BAG) geprüft. Die endgültige Validierung wird in ein paar Wochen stattfinden. Internetnutzer können sich schon jetzt ein Bild von dem generellen Trend machen, indem sie einen Teil der provisorischen, von den Versicherungen übermittelten Prämien auf dem bonus.ch Vergleichstool konsultieren. Weitere Prämieninformationen werden bis Ende September laufend veröffentlicht werden.

 

Gemäss einer ersten Analyse von über 50'000 provisorischen Prämien, werden die Prämienerhöhung zwischen 4.5 und 6.5% betragen. Für einige Versicherer bleibt die Erhöhung in einer Grössenordnung von 3%, während andere Versicherer ihre Prämien mehr als 7% erhöhen. Die alternativen Versicherungsmodelle (Hausarzt, Versorgungszentrum...) sind von einer grösseren Prämienerhöhungen betroffen als das traditionelle Modell. Bei den Franchisen für junge Erwachsene und Erwachsene konnten wird feststellen, dass die Erhöhung umso bedeutender ist, je höher die gewählte Franchise ist. Was die regionalen Unterschiede betrifft, so müssen sich die Deutschschweizer auf die grössten Prämienerhöhungen gefasst machen.

 

Genau wie im Vorjahr werden die Prämien bei den Westschweizern am wenigsten erhöht. Der gleiche Trend kann dieses Jahr bei den Tessinern festgestellt werden.

 

Erwähnenswert ist es auch, dass die Veröffentlichung der definitiven Prämien sowie der verschiedenen Informationen und Statistiken über die beschlossenen Prämienerhöhungen in dem heiklen Kontext der Debatte über die Einheitskrankenkasse stattfinden werden, zwei oder drei Tage vor der Abstimmung. Diese Zeitgleichheit wird den verschiedenen politischen Parteien und Medien für ihre Informationskampagnen zugute kommen. Unter Berücksichtigung der ersten Schätzungen der durchschnittlichen Prämienerhöhung, werden die Befürworter der Einheitskasse in ihrer Argumentation sicher die jährliche Erhöhung der Prämien miteinbeziehen. Dennoch konnte klar nachgewiesen werden, dass die Prämien die Leistungen decken. Die öffentliche Kasse, so wie sie uns präsentiert wurde, wird folglich keine Antwort auf die Frage der Kostenerhöhung im Gesundheitswesen sein. Letztendlich müssen alle Akteure, auch die Versicherungsnehmer, die folgende Frage beantworten: JA, die Schweiz besitzt eines der besten Gesundheitssysteme der Welt, aber was sind wir bereit zu zahlen, um es zu behalten? 

 

Die Vergleichswebseite bonus.ch bietet seinen Nutzern ein Tool an, das jedem Versicherungsnehmer ermöglicht, frei seine Versicherung zu wählen. Jeder Nutzer hat die Möglichkeit, sich für den Versicherer zu entscheiden, der ihm die attraktivsten Prämien anbietet, über die Höhe der Franchisen zu bestimmen, inwiefern er sich ab den Kosten beteiligen möchte oder auch ein alternatives Versicherungsmodell zu wählen, um noch mehr bei seinen Prämien zu sparen. Falls das Abstimmungsergebnis für die Einheitskasse ausfallen sollte, hätten die Versicherungsnehmer diese Wahlfreiheit nicht mehr und könnten keinen Einfluss mehr auf die Höhe ihrer Krankenversicherungsprämien nehmen!

bonus.ch

18.08.2014 - dzu

 
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