Leaderboard

Sie sind hier: Fokus » Nikotinsucht 20. Oktober 2017
Fokus
Adipositas, schweres Übergewicht
Alkoholabhängigkeit
Baby / Geburt Schwangerschaft
Blasenentzündung, Zystitis
Blutgerinnung
Brustkrebs
Cholesterin
Chronische myeloische Leukämie (CML)
Eisenmangel
Endometriose
Essstörungen
Fussgesundheit
Gebärmutterhalskrebs/ Genitalwarzen
Haarausfall
Haut trocken
Haut-/Sonnenschutz
Herz / Herz-Kreislauf
Heuschnupfen
Immunsystem stärken
Impfen
Insektenschutz
Körperschmuck
Krankenversicherung
Menstruation
Morbus Crohn
Multiple Sklerose
Nagelgesundheit
Nagelpilz
Nahrungsmittel: Allergie, Unverträglichkeit
Nikotinsucht
Fakten
Krankheiten durch Rauchen
Rauchstopp-Hilfen
Aktuell
Links
Diskussionsforum
Prostatakrebs
Schwindel
Stress
Todesfall
Verdauung
Verhütung / Verhütungsmethoden
Vogelgrippe
Wechseljahre
Zecken
Krankheitsbilder
Symptome
Untersuchungen
Medizinische Onlineberatung
TopPharm Apotheken
Versand-Apotheke
News
Physiotherapie
Gesundheitsmagazin Schweizer Hausapotheke
Patientenzeitschrift Sprechstunde
Ratgeber
Ernährung
Gesunde Zähne
Alternativmedizin, TCM
Männer
Frauen
Kinder-Teenager
Senioren
Sport, Wellness
Pharmazeutika
Nützliches
Links
Schrift: Schrift grösser Schrift kleiner Als Email versenden Druckvorschau

Rect Top

 

 

Tabaksteuern reduzieren den Konsum und retten Leben

Tabak über Steuern zu verteuern, ist die wirksamste Einzelmassnahme zur Reduzierung des Tabakkonsums und damit zur Rettung von Menschenleben. Tabak ist die führende Todesursache und kostet weltweit jährlich ca. sechs Millionen und in der Europäischen Region der WHO 1,6 Millionen Menschen das Leben.

Tabak ist ein wesentlicher Mitverursacher von nichtübertragbaren Krankheiten wie Lungenkrebs und Herzkrankheit.

 

Eine allgemeine Erhöhung der Tabaksteuer um 50% würde nach Schätzungen der WHO die Zahl der Raucher um 49 Millionen weltweit zurückdrängen und so für mindestens 11 Millionen Menschen den Rauchertod abwenden. Eine Erhöhung der Tabaksteuern um nur 10% würde den Tabakkonsum in Ländern mit hohem Volkseinkommen um 4% und in Ländern mit niedrigem bis mittlerem Volkseinkommen um 5% reduzieren.

 

Die WHO empfiehlt einen Steueranteil von mindestens 75% am Einzelhandelspreis der beliebtesten Zigarettenmarke. Von den 53 Mitgliedstaaten der Europäischen Region der WHO folgen 26 Länder dieser Empfehlung. Damit ist die Europäische Region in Bezug auf die Besteuerung und Preisgestaltung für Tabak im Vergleich zu anderen Regionen der WHO führend.

 

„Steuern sind nie populär, doch sind sie unsere stärksten Verbündeten in der Lebensrettung durch Eindämmung des Tabakkonsums. In 26 der 53 Mitgliedstaaten entsprechen die Tabaksteuern mindestens 75% des Einzelhandelspreises der Zigaretten und wir möchten die übrigen 27 Mitgliedstaaten dringend bitten, diesem Beispiel zu folgen. Die Besteuerung des Tabaks rettet Menschenleben und generiert Einnahmen, welche die Mitgliedstaaten für die öffentliche Gesundheit verwenden können. Also profitieren alle hiervon,“ sagte die WHO-Regionaldirektorin für Europa Zsuzsanna Jakab.

 

Steuerbedingte Preiserhöhungen haben in der Regel den grössten Nutzen für Menschen, die ein geringes Einkommen haben, hierunter junge Menschen. Die Wirkung von Preiserhöhungen sind daher gerade für junge Leute signifikant und zwei bis dreimal höher als für ältere Menschen. 2010 zeigte eine Studie aus 20 Ländern mit niedrigem bis mittlerem Volkseinkommen, dass ein Preisanstieg um 10% den Konsum von Jugendlichen im Alter um die 14 Jahre zu 18% beeinflusste und damit dreimal so stark wie den der Erwachsenen.

 

Nach Schätzungen der WHO würde eine Erhöhung der Tabaksteuern um 50% zusätzliche staatliche Einnahmen in Höhe von 101 Milliarden US-Dollar bedeuten, die für den Kampf gegen Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und andere nichtübertragbare Krankheiten eingesetzt werden und damit die Belastung der unterfinanzierten Gesundheitssysteme verringern könnten.

Gesundheitlicher Nutzen schnell messbar

Rauchverzicht bringt viele Vorteile mit sich, die oft schon bald nach dem Verzicht auftreten. Schon ein Jahr nach der letzten Zigarette ist das Risiko für eine koronare Herzkrankheit nur noch halb so gross. Das Risiko eines Schlaganfalls gleicht sich nach der letzten Zigarette innerhalb von fünf bis fünfzehn Jahren dem der Nichtraucher an. Zehn Jahre nach der letzten Zigarette ist das Risiko für Lungenkrebs nur noch halb so gross wie bei Rauchern und auch das Risiko für Krebs an Mundhöhle, Kehle, Blase, Gebärmutterhals und Bauchspeicheldrüse nimmt ab.

Länderbeispiele

In der Türkei wurden die Tabaksteuern seit 2008 stetig auf zuletzt 84,2% erhöht und es wurden weitere Schritte eingeleitet, wie Rauchverbote in Innenräumen und Werbeverbote für Tabak. Dadurch wurde 2012 (im Vergleich zu 2008) 13% weniger geraucht und die Prävalenz des Rauchens fiel unter Erwachsenen von 31,2% auf 27,1%. Auch in Frankreich hat die Besteuerung von Tabak zu wesentlichem gesundheitlichen und wirtschaftlichen Nutzen geführt. Die Regierung hat zwischen 1990 und 2005 die Steuern stark erhöht und inflationsbereinigt den Zigarettenpreis verdreifacht. Das führte zu einem Verkaufsrückgang um 50%.

 

Die gesundheitlichen Auswirkungen dieses dramatischen Konsumeinbruchs zeigten sich bereits wenige Jahre später in einer geringeren Zahl von Todesfällen durch Lungenkrebs. Auch die Sterberate insgesamt der Männer in der Altersgruppe 35–44 Jahre fiel seit 1996 um 50%. Nach einer Phase des Stillstands (2005 bis 2009) ging Frankreich 2010 wieder dazu über, die Steuern regelmässig zu erhöhen.

Fortschritte in der Umsetzung des Rahmenübereinkommens der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauchs

Im Dezember 2013 billigten die Mitgliedstaaten aus der Europäischen Region die Erklärung von Aschgabat, in der sich die Länder verpflichteten, die volle Umsetzung des Rahmenübereinkommens der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauchs beschleunigt voranzutreiben und dabei die Frage von Angebot und Nachfrage zu berücksichtigen. Die Erklärung von Aschgabat wurde in Turkmenistan während der Europäischen Ministerkonferenz der WHO über die Prävention und Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten im Kontext von Gesundheit 2020 unterzeichnet.

WHO - Regionalbüro für Europa

02.06.2014 - dzu

 
Facebook Like- and Share-Button
Rect Bottom
 

Anmeldung Newsletter

 

Krankheiten von A-Z, Symptome, Therapien, Diagnosen >> 

Symptome:
die wichtigsten Beschwerden >>

Untersuchungen:
die häufigsten Untersuchungs-methoden>>

Achtsamkeit für Ihre Gesundheit

Forum Nikotinsucht

Leser diskutieren zum Thema Rauchstopp, Nikotinabhängigkeit >>

Sky right 1
Sky right 2
Adserver Footer