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Psycho-Monster: Am Arbeitsplatz besonders sicht- und greifbar

Laut einer aktuellen Studie der Bundespsychotherapeutenkammer sind psychische Erkrankungen inzwischen der Hauptgrund für ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Erwerbsleben. Psychotherapeut Dr. Christian Lüdke plädiert angesichts dieser Entwicklung für ein gezieltes Gegensteuern. Seine These: „Psycho-Monster“ lauern zwar überall im Alltag, am Arbeitsplatz machen sie sich jedoch am stärksten bemerkbar.

Unter dem Begriff  Psycho-Infarkt versteht Lüdke einen kompletten Einbruch der körperlichen und mentalen Leistungsfähigkeit. Auslöser seien insbesondere übervolle Terminkalender und ständige Hetze, die zur Vernachlässigung sozialer Kontakte und persönlicher Bedürfnisse führten.

 

Kämen Angst und Unsicherheit hinzu – etwa die Sorge um den Arbeitsplatz oder um einen geliebten Menschen – könnten Belastungsreaktionen mit Symptomen wie Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen oder Magen-Darm-Beschwerden auftreten. „Bei einem Psycho-Infarkt kommt alles zusammen: die körperliche, mentale und die soziale Ebene“, betont Lüdke. „Das heisst, meine berufliche und private Zufriedenheit bleibt auf der Strecke und meine Lebensfreude ist komplett gedämpft.“

 

Zwei Hauptauslöser für den Psycho-Infarkt

Vor allem zwei Faktoren spielten eine wichtige Rolle. Zunächst einmal die private und berufliche Zufriedenheit: „Ein Mensch, der einen Partner hat, vielleicht Kinder, Freunde, soziale Netzwerke, Hobbys, also mit sich und seinem Leben etwas anzufangen weiss, ist grundsätzlich gut geschützt“, erklärt Trauma-Experte Lüdke. Ein Risiko stellten hingegen Vortraumatisierungen dar: „Etwa sieben Prozent der Bevölkerung haben schon einmal etwas sehr Belastendes erlebt, was ihre Widerstandskraft schwächt. Sie haben zum Beispiel Angehörige verloren oder schwere Krankheiten durchgemacht.“ Bei einer erneuten Belastung könnten solche Traumatisierungen wieder an die Oberfläche gespült werden.

 

Am Arbeitsplatz sind die Schuldigen leicht gefunden

Obwohl „Psycho-Monster“ nicht nur am Arbeitsplatz lauerten, sähen sich viele Menschen vor allem durch ihre Arbeit belastet. „Es ist so, dass sie dort einfache Erklärungen für ihre Befindlichkeit finden“, erklärt Lüdke das Phänomen. Da gebe es den bösen Chef oder die nervenaufreibenden Kollegen, die einem das Leben schwer machten. Die Ursachen lägen allerdings meist tiefer – in einer unglücklichen Partnerschaft oder in der Unzufriedenheit mit sich selbst. „Ich bezeichne diesen Zustand gern als gemütliches Elend: Die Menschen leben im Gefühl einer stillen Verzweiflung, träumen davon, dass sich ihr Leben irgendwie ändert. Dabei warten sie immer auf Ereignisse von aussen und genau da lokalisieren sie dann auch die Konflikte und die Schuldigen.“

 

Unternehmen in Sachen Prävention am Zug

Dennoch spielten Arbeitgeber eine entscheidende Rolle beim Thema Gesundheit– „schliessich verbringen wir den grössten Teil unseres Lebens auf der Arbeit und mit Arbeit“, gibt Lüdke zu bedenken. Am Arbeitsplatz lasse sich folglich auch am besten auf die Gesundheit der Menschen hinwirken. Das fange bei Möglichkeiten zur aktiven Pausengestaltung, Angeboten zur gesunden Ernährung oder Bewegungsanreizen an. Aber auch betriebliche Regelungen zum Umgang mit der neuen, ständigen Erreichbarkeit seien wichtig. „Es gibt bereits Unternehmen, die hier einschreiten: VW zum Beispiel riegelt nach 18 Uhr die Rechner ab, das heisst, Mitarbeiter empfangen nach 18 Uhr keine dienstlichen Mails mehr. Bei der Deutschen Bank gibt es den Screen-free-Day, also einen Tag ohne Bildschirmarbeit.“

 

Auf dem Weg zum „Land der Erschöpften“

Trotz dieser Tendenzen werde „der grosse Strom“ von den neuen technischen Möglichkeiten derzeit noch mitgerissen. „Depression, Ängste, Schmerzen und Sucht als die vier Hauptgründe für  psychischen Störungsbilder haben viel mit der heutigen medialen Überlastung zu tun“, meint Lüdke. Das Internet an sich sei „genial“, aber die Menschen dürften sich nicht davon beherrschen lassen. „Wir sind auf Grund unserer Evolution und Entwicklung nicht für diese Geschwindigkeit gemacht. Wir können nicht verarbeiten, was da alles auf uns einströmt.“

 

Hinzu komme der enorme Suchtfaktor: „Vor zehn Jahren habe ich das Thema Internet- oder Medienabhängigkeit eher noch belächelt. Heute halte ich sie für dramatischer als etwa Alkohol- und Cannabissucht – weil sie so in die Breite geht.“ Menschen breche der Schweiss aus, wenn sie ihr Handy im Auto vergässen oder der Akku leer sei. „Es besteht durchaus die Gefahr, dass wir zum Land der Erschöpften werden.“

Corporate Health Convention 2014

10.03.2014 - dzu

 
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