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Sie sind hier: Medizinische Onlineberatung » Häufige Fragen 13. November 2018
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Online-Beratung: Zyklusabhängige Beschwerden

Frauengesundheit

Frage

Seit etwa einem halben Jahr leide ich zum Teil unter unerträglichen Schmerzen in den Brüsten, welche bereits ab ca. 13.-15. Zyklustag auftreten und immer stärker werden. Die Brüste sind dann stark vergrössert. Auch der Bauch schwillt an und die Verdauung will nicht mehr richtig. Mein Frauenarzt hat mir ein Medikament mit mikronisiertem Progesteron verschrieben, mit welchem ich am 13. Zyklustag beginne (2 Stück abends, 1 Stück morgens). Die erste Zeit war es tatsächlich etwas besser. Seit 2 Monaten allerdings sind die Beschwerden wieder fast nicht mehr auszuhalten. Offenbar gibt es nichts, was man hier tun könnte, ausser eventuell die Einnahme der Pille, gemäss meinem Gynäkologen: für mich nicht die Lösung, da ich das Verhütungsproblem durch Unterbindung gelöst habe.

 

weiblich, 37-jährig

 

Antwort

Sie beschreiben starke Brustschmerzen in der zweiten Zyklushälfte, verbunden mit einer Grössenzunahme der Brüste und des Bauchs sowie Verdauungsstörungen. Dies sind Symptome des sogenannten prämenstruellen Syndroms. Dabei handelt es sich um ein Beschwerdebild vor und zu Beginn der Monatsblutung, das neben Brustschmerzen bzw. Brustspannen u. a. auch mit Blähungen, Kopfschmerzen und Verstimmungszuständen bzw. labiler Stimmungslage und vermehrter Müdigkeit einhergehen kann und die Lebensqualität der betroffenen Frau manchmal deutlich beeinträchtigt. Das häufigste Zeichen ist eine Neigung zu Wassereinlagerung im Gewebe, oft verbunden mit einer Schwellung von Bauch und Brüsten oder auch der Beine.

 

Das prämenstruelle Syndrom ist sehr häufig. Etwa 20-30 % der Frauen mit regulärem Zyklus sind davon betroffen, in leichteren Formen sogar bis zu 75 %.  Wie erwähnt, ist es oft sehr belastend. Und leider ist es auch oft nicht so einfach zu behandeln. Aber es gibt Möglichkeiten, die zu versuchen sind.

 

Wie das prämenstruelle Syndrom genau zustande kommt, ist noch nicht ganz geklärt. Es sind wahrscheinlich mehrere Faktoren, welche ursächlich eine Rolle spielen, auch genetische und umweltbedingte bzw. soziale. Unter anderem wird bei der Entstehung auch ein hormonelles Ungleichgewicht zwischen Östrogen und Progesteron vermutet - mit relativem Progesteronmangel. Deshalb wird sehr oft eine Progesterontherapie (zum Einnehmen oder mittels Anwendung eines Gels) versucht, wie bei Ihnen.

 

In Studien konnte jedoch verglichen mit Plazebo keine bessere Wirksamkeit nachgewiesen werden. Auch eine Kombination mit Östrogenen wurde versucht bzw. die Antibabypille, die manchmal die Symptome lindert, manchmal aber auch verstärkt. Viele andere Medikamente wurden schon in ihrer Wirksamkeit geprüft, fast alle hielten einem Vergleich mit Placebo in Doppelblindstudien leider nicht stand. Die beste Wirksamkeit hatte das Danazol, ein synthetisches Hormon, welches über eine Senkung der stimulierenden Hormone FSH und LH zu einer Abnahme der Hormonproduktion in den Eierstöcken führt. Allerdings wirkt es mehr gegen die psychischen Beschwerden und kann seinerseits starke Brustschmerzen und auch Hautausschläge verursachen. Gegen zyklisches Brustspannen hilft am ehesten Bromocriptin, welches die Ausschüttung des Hormons Prolaktin hemmt. Schmerzen allgemein bei Wassereinlagerungen sprechen auf entzündungshemmende Schmerzmittel an.

 

Mönchspfeffer ist ein pflanzliches Arzneimittel, welches prüfenswert ist. Er zeigt verschiedene hormonartige Wirkungen und schnitt in Studien nicht schlecht ab. Als unerwünschte Wirkungen können Übelkeit, Magen-, Kopfschmerzen, Hautausschlag, Blutungsunregelmässigkeiten sowie eine verstärkte Menstruationsblutung auftreten. Es braucht allerdings etwas Geduld, um die Wirksamkeit zu prüfen, sie kann in den ersten drei Monaten noch zunehmen.

 

Auch Nachtkerzensamenöl soll wirksam sein, genauer die darin enthaltene Gamma-Linolensäure. Auch hier sollte aber mindestens drei Monate lang behandelt werden, bis die Wirkung beurteilt wird, und zwar in genügend hoher Dosierung (2 mal täglich 3 g), die dann auch auf 2 mal 2 g reduziert werden kann.

 

Um Wassereinlagerungen vorzubeugen, kann ausserdem versucht werden, die Einnahme von salzigen Speisen einzuschränken (auch versteckte Salze in Brot und Wurstwaren und Fertigprodukten sind zu berücksichtigen). Generell wird ausserdem beim prämenstruellen Syndrom eine Einschränkung von Alkohol, Schokolade und Kaffee in der zweiten Zyklushälfte sowie eine Ernährung mit viel Kalzium und Vitamin D empfohlen. Auch genügend Bewegung ist wichtig.

 

Bei starken, anders nicht zu behebenden Beschwerden, käme auch eine medikamentöse Behandlung mit bestimmten Antidepressiva in Frage.

 

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16.06.2011 - dzu

 
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