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Sie sind hier: Physiotherapie » Atemwegserkrankungen » Obstruktive Lungenerkrankung 26. September 2017
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Physiotherapeutische Massnahmen bei Atemwegserkrankungen

Behandlung bei obstruktiver Ventilationsstörung

  • Ziele der Physiotherapie bei obstruktiven Ventilationsstörungen sind:
    Sorgfältige Instruktion des Patienten von zum Beispiel Inhalation/LINK, Atmung/LINK, Bewegung/LINK, Lagerung/LINK
  • Optimierung der Lungenbelüftung
  • Gute und schonende Schleim-Mobilisation/LINK
  • Vermeiden der übermässigen Druckerhöhung im Brustbereich (intrathorakaler Druck) durch Atmung, Husten/LINK, Bewegung/LINK.

Inhalation von Medikamenten

BILD INhalation
 

Bei Medikamenten zur Inhalation ist es sehr wichtig, dass diese korrekt angewendet werden. Der Patient muss mit seinem Inhalationsgerät vertraut sein, denn die richtige Handhabung und Inhalationstechnik sind für die optimale Wirkung des Medikaments wichtig.

 

Schliesslich soll das Medikament dahin gelangen, wo es auch wirksam ist und nicht im Mund- oder Nasenraum hängen bleiben oder gar gleich wieder ausgeatmet werden. Deshalb sollte sich der Patient von seinem Therapeuten gut instruieren und regelmässig kontrollieren lassen.

 

Für Anwendung von Inhalationsgeräten sind folgende Punkte grundlegend wichtig:

  • Exaktes Dosieren gemäss den Vorgaben des Arztes
  • Aufrechte Haltung beim Inhalieren (Sitz oder Stand)
  • Das Mundstück vollständig mit den Lippen umschliessen
  • Ruhig und tief einatmen (nicht hyperventilieren)
  • Nach dem Einatmen eine kurze Pause einlegen vor dem Ausatmen
  • Gerät vorschriftsgemäss reinigen

 

Zur Inhalation werden je nach Bedarf Medikamente mit folgender Wirkung verabreicht:

  • Entspannung und Erweiterung der Atemwege (Spasmolytika, Bronchodilatatoren)
  • Entzündungshemmend und abschwellend

 

Die Atmung erleichtern

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Durch die Verengung und Belegung der Atemwege wird der Strömungswiderstand für die Atemluft erhöht. Je nach Schwere bedeutet dies für den Patienten, dass er sich bei der Atmung viel mehr anstrengen muss, also grössere Atemarbeit leisten muss. Dadurch droht er sich zu verkrampfen, rasch zu ermüden und Atemnot zu erleiden.

 

 

 

 

 

UNKORRIGIERT

 

 

 

Ausserdem verringert sich durch eine verminderte Atmung die Belüftung der Lunge. Dadurch ist der Gasaustausch gestört und das Sekret kann nicht mehr so gut nach oben befördert werden. Ist die Lunge stark verschleimt und die Belüftung reduziert, erhöht sich die Gefahr einer Infektion.

 

Atemerleichternde Positionen

Um die Atemarbeit zu erleichtern und die Atemnot zu lindern, soll der Patient eine atemerleichternde Körperstellung einnehmen. Wichtig dabei ist, dass er seine Arme aufstützt. Damit wird einerseits das Gewicht des Schultergürtels  abgenommen, andererseits kann er dadurch die Atemhilfsmuskulatur besser einsetzen.

 

Die häufigsten Stellungen, die das Atmen erleichtern sind:

-  Sitz mit Armen auf Tisch aufgestützt
- Kutschersitz: Die Arme sind im Sitz auf den Knien aufgestützt
- Stand mit Händen in der Taille, gegen die Wand oder auf dem Tisch aufgestützt (Dieser Abschnitt wird mit InstruktionsBildern ergänzt oder ersetzt)

 

Sitz mit Armen auf Tisch aufgestützt

Kutschersitz

 

 

 

 

 

 

 

Stand mit Händen in der Taille, gegen die Wand oder auf dem Tisch aufgestützt

 

 

 

 

 

 

Ausatmung erleichtern

Eine gute Ausatmung ist wichtig, damit wieder Platz für frische Luft geschaffen wird. Bleibt die Lunge zu voll und verschiebt sich damit die Atemlage und der Patient atmet nur noch oberflächlich. In diesem Fall besteht kaum mehr Zufuhr von frischer Luft und der Körper erhält nicht mehr genügend Sauerstoff.

 

Zudem unterstützt gutes Ausatmen auch die Schleimförderung.

Ist vor allem die Ausatmung eingeschränkt, hilft die Lippenbremse. Diese Technik verringert das Risiko, dass zu viel Druck mit der Bauchmuskulatur aufgebaut wird, wodurch die Bronchien zusätzlich verengt werden oder gar kollabieren, was dem Lungenemphysem Vorschub leistet.

 

Zur Lippenbremse
Wichtig: Bei der Lippenbremse liegen die Lippen während der Ausatmung locker aufeinander und bilden so einen Widerstand bei der Ausatmung, der die Atemwege offen hält. Die Ausatmung soll langsam und mit möglichst wenig Druck erfolgen. Dabei sollten keine Atem-Nebengeräusche erzeugt werden.

 

Einatmung erleichtern

Die Einatmung führt der Lunge frische und sauerstoffangereicherte Luft zu. Durch eine langsame Einatmung wird eine optimale Verteilung der Luft auch in kritischen Arealen der Lunge erreicht. Deshalb ist es gut, der Patient atmet von Zeit zu Zeit bewusst und langsam ein. Auch Gähnen und Schnüffeln helfen, die Lunge zu belüften.

 

Ist die Einatmung erschwert, eignen sich folgende Atemtechniken:

  • Gähnendes Einatmen: Der Rachenraum wird erweitert, der Patient konzentriert sich auf die Bauchatmung. Am Ende der gähnenden Einatmung hält er die Luft kurz an. Anschliessend erfolgt die Ausatmung entweder durch die Nase oder mittels Lippenbremse.
  • Schnüffelndes Einatmen: Die Einatmung erfolgt schnuppernd, schnüffelnd durch die Nase. Die Bauchdecke bewegt sich dabei ruckartig nach aussen. Dies dient als Kontrolle, ob das Zwerchfell aktiv ist.

Diese Techniken können beispielsweise mit Dehnlagerungen (LINK) oder Dehnstellungen kombiniert werden.

 

Richtig atmen - Instruktion und Kontrolle durch Therapeuten

Patienten mit Atembeschwerden fallen oft wegen Schmerzen, Ermüdung oder Atemnot in ein ungünstiges Atemmuster. Aus diesem Grund ist es wichtig, auf eine korrekte Atmung zu achten. Die Atemtechnik sollte auf den Patienten abgestimmt sein. Deshalb sollte sie regelmässig vom Therapeuten kontrolliert werden. Bewusstes Atmen hilft zudem, die Atmung zu beruhigen.

 

Besonders bei Patienten mit COPD ist die Funktion des Zwerchfells eingeschränkt, was eine unzureichende Belüftung der Lunge und veränderte Blutgaswerte zur Folge hat. Deshalb sollte der Patient nicht nur genau in die Atemtechniken eingeführt werden, diese sollten auch in ihrer Wirksamkeit überprüft werden (Sauerstoffsättigung, Puls, etc.).

 

Das sorgfältige Einführen in richtige Atemtechniken ist auch für Asthmapatienten sehr wichtig. Es hilft den Patienten, das Erstickungsgefühl bei einem Anfall zu reduzieren.

 

Husten Definition - Warum husten wir?

Beispielbild
 
Der Husten ist ein Schutzmechanismus des Körpers. Er dient dazu, Schleim und andere Partikel aus den Atemwegen zu befördern. Damit hilft er die Atemwege frei zu halten. Er tritt also nicht nur bei Krankheit auf. Der Hustenreflex kann zum Beispiel bei Anstrengung in der Kälte, beim Verschlucken oder sehr trockener Luft auftreten.

 

Bei starkem und länger anhaltendem Husten kann der Patient heiser werden oder Schmerzen im Halsbereich bekommen. Zudem kann sich die Atemmuskulatur im Brust-, Schulter- und Bauchbereich verkrampfen. Schmerzen und eine verkrampfte Atemmuskulatur erschweren die Atemarbeit und das Husten zusätzlich.

 

Unterschieden wird zwischen unproduktivem, respektive trockenem Husten (ohne Schleim) und produktivem Husten/LINK.

 

Hustentechnik bei trockenem Husten oder Hustenreiz

Um die Atemwege nicht unnötig zu reizen, sollte man den trockenen Husten dämpfen. Den Hustenreiz oder den unproduktiven Husten zu mindern, kann man mit folgenden Hustentechniken versuchen:

  • Aufrechte Körperhaltung, eventuell in atemerleichternder Stellung
  • Nachts nicht ganz flach liegen
  • Durch die Nase einatmen, kurz die Luft anhalten dann langsam und oberflächlich atmen.
  • Bei starkem Husten gegen geschossene Lippen oder Handrücken anhusten/hüsteln.
  • Speichel schlucken, trinken, warmes Getränk einnehmen.
  • Hustenbonbon lutschen oder Hustensaft trinken

Diese Techniken sollten so lange angewendet werden, bis sich entweder der Husten legt oder Sekret gefördert wird.

 

Schleimlösende Massnahmen

Um eine optimale Belüftung der Atemwege und die Sauerstoffaufnahme zu gewährleisten, muss der Schleim aus den Lungen befördert werden. Je dünnflüssiger der Schleim ist, desto besser lässt er sich abhusten.
Ausserdem erhöht eine schlechte Belüftung das Risiko einer Pneumonie (Lungenentzündung).

 

Folgende Massnahmen helfen, den Schleim zu verflüssigen:

  • Schleimlösende Medikamente
  • (Dampf-)Inhalationen, ev. mit Zusätzen von ätherischen Ölen aus Anis, Eukalyptus, Pinie, Minze oder Thymian.
  • (Dampf-)Inhalationen mit Kochsalzlösung
  • Wärme-Applikationen auf Brustkorb (Kartoffelwickel, Leinensäcke)
  • Ausreichend trinken. 

Vorsicht bei Pfefferminzöl: Bei Säuglingen und Kleinkindern kann es bei entsprechender Veranlagung zur Bildung von Methämoglobin (veränderter roter Blutfarbstoff, der bei den Blutkörperchen die Sauerstoffabgabe verhindert) führen.

 

Hustentechnik bei produktivem Husten

Der Schleim lässt sich erst abhusten, wenn er sich in den grossen Bronchien gesammelt hat. Bei der Anwendung von Techniken zum Abhusten ist es deshalb wichtig, dass erst möglichst viel Schleim mit zum Beispiel Bewegung, Atemtechniken oder Lagerungen (verlinken) in die grossen Bronchien gefördert wird, bevor der Patient ihn abhustet. So wird vermieden, dass der Patient vorzeitig ermüdet und die Atemwege unnötig gereizt und belastet werden. Ausserdem muss darauf geachtet werden, dass beim Husten der innere Druck auf den Brustraum nicht zu gross wird.

 

Um Schleim von der Peripherie in die zentralen, grossen Äste der Bronchien zu führen, helfen Bewegung und Dehnlagerungen, die den Brustbereich in verschiedenen Lagen weiten.  Auch bestimmte Atemtechniken haben denselben Effekt.

 

Bewegung hilft, den Schleim zu lösen

Durch körperliche Bewegung werden die Atemwege erschüttert und der Schleim wird besser nach aussen transportiert.

 

Der Patient soll dabei nicht unnötig ermüden oder Hustenanfälle erleiden. Deshalb richtet sich die Intensität der Bewegung nach Kondition des Patienten und Reizbarkeit der Atemwege.

 

Zur Schleimmobilisation eignen sich zum Beispiel:

  • Leichtes Joggen, joggen an Ort, wippen in den Knien oder auf dem Trampolin
  • Pendeln mit den Armen, vor und zurück oder um den Körper
  • Rhythmisches Drehen des Oberkörpers auf beide Seiten
  • Beugen und strecken der Wirbelsäule, seitliches Beugen
  • Abklopfen des Brustkorbes mit der hohlen Hand oder mit lockeren Fäusten

 

Dehnlagerungen

Dehnen gegen Wand
 

Dehnlagerungen helfen, gezielt verschiedene Bereiche der Lunge zu belüften und durch Druckunterschiede den Schleim besser zu fördern.

 

Dabei ist es wichtig, dass die Dehnungen von einer guten Atemtechnik begleitet werden und aus verschiedenen Lagen (Bauch-, Seit-, Rückenlage) ausgeführt werden:

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Der Patient liegt mit seitlich gekrümmtem Oberkörper und dem Arm über dem Kopf (in Rücken- und Seitenlage).
  • Legt der Patient in Rückenlage zusätzlich die Beine seitlich ab, wird die Dehnung noch verstärkt
  • Durch Packegriffe am Brustkorb wird die Wirkung zusätzlich erhöht. Dabei wird das Gewebe über den Rippen mit flachem Griff leicht angehoben und weggeatmet. Das heisst, die Atembewegung wird in Richtung des Packegriff verstärkt.
  • Yoga bietet gute Übungen zur Dehnlagerung. (Bilder)

 

Fisch Dehnlagerung

UNKORRIGIERt

 

 

Atemtechniken zum Schleimlösen

Genau wie bei der Bewegung, haben auch die Atemtechniken zum Ziel den Schleim zu mobilisieren, damit der Patient ihn besser abhusten kann. Die Atemtechniken richten sich auch danach, ob das Ein- oder Ausatmen erschwert ist:

  • Räuspern, Knalllaute wie p, t, k
  • Atmen mit offener Stimmritze (Spiegel anhauchen), mit abwechselnd einigen kurzen und langen Atemzügen
  • Summen mit langem Ausatmen auf m, s, sch
  • In die Packegriffe einatmen und sie damit 'wegatmen'
  • Durch einen Trinkhalm in eine Wasserflasche ausatmen, Blasen machen (Vorsicht: nicht mit viel Druck blasen).

Bei Bedarf können Bewegungs-, Dehn- und Atemtechniken kombiniert werden.

 

Bewegung steigert die Kondition und die Beweglichkeit

Patienten mit obstruktiven Atemwegserkrankungen sollten sich regelmässig bewegen. Damit fördern sie ihre Kondition, steigern ihre Widerstandskraft und erhalten sich ihre Beweglichkeit. Für eine optimale Atmung sind insbesondere die Beweglichkeit des Brustkorbes, des Rumpfes im Allgemeinen und der anliegenden Gelenke wichtig.

 

Sport bei Asthma

Viele Asthmatiker meiden sportliche Aktivitäten, da die Symptome vorwiegend bei Anstrengung auftreten. Eine schlechte Kondition hat bei Anstrengung aber rascher eine Hyperventilation zur Folge - und fördert damit die Asthmaanfälle. Die Anstrengung sollte deshalb immer angepasst sein, damit weder die Lunge noch das Herz überfordert oder Hustenattacken und Asthmaanfälle ausgelöst werden. Langfristiges Ausdauer- und Muskeltraining ist ein wichtiger Beitrag in der Behandlung der Asthmapatienten.

 

Vorsicht bei tiefen Temperaturen, Smog oder in der Pollensaison: In diesen Fällen lohnt es sich, die sportlichen Aktivitäten nicht draussen durchzuführen.

 

Je nach Vorliebe eignen sich zum Beispiel:

  • Yoga - hier ist vorteilhaft, dass Kraft, Beweglichkeit und Entspannung trainiert werden
  • Fahrradfahren
  • Wandern, Spaziergänge (eventuell mit Stöcken)
  • Jogging, Walking (mit oder ohne Stöcke)
  • Gymnastik
  • Schwimmen
  • Tanzen

 
Mediscope - Valerie Trepp, Physiotherapeutin
 
1308.2014 - dzu
 
 
 

 


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