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Europäische Impfwoche: wer sich impfen lässt, schützt seine Mitmenschen

Anlässlich der Europäischen Impfwoche vom 25. bis 30. April 2016 empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) allen Personen, ihren Impfstatus zu überprüfen und fehlende Impfungen, wenn nötig, nachzuholen. Neben dem eigenen Schutz kann mit dieser Massnahme vermieden werden, Säuglinge anzustecken, die besonders anfällig für bestimmte Krankheiten sind.

Säuglinge haben bei einer Masernerkrankung ein erhebliches Risiko für Komplikationen, die in gewissen Fällen tödlich verlaufen können. Auch Keuchhusten stellt eine Gefahr dar und kann zu schwerwiegenden Atembeschwerden oder gar zum Tod führen. Manchmal sind es jedoch die Eltern selbst, die ihr Kind mit diesen Krankheiten anstecken. Bei der Hälfte der wegen Keuchhustens hospitalisierten Säuglingen, waren der Vater oder die Mutter eine der wahrscheinlichen Infektionsquellen.

 

Um eine solche Infektion zu vermeiden, ist es daher entscheidend, dass die Eltern und die Familie geimpft sind, ebenso die Personen im näheren Umfeld der Kinder. Diese Massnahme ist umso wichtiger, da die Säuglinge in den ersten Lebensmonaten nicht geimpft werden können.

 

Junge Eltern werden daher ermutigt, ihren Impfstatus überprüfen zu lassen. Zu häufig wissen sie schlicht nicht, ob sie geschützt sind. 2012 wussten 16% der jungen Erwachsenen (20 bis 29 Jahre) nicht, ob sie gegen Masern geimpft sind und 41% gaben an, geimpft zu sein, konnten aber nicht sagen, mit wie vielen Dosen. Die Beseitigung dieser Unkenntnis ist der erste Schritt zur Aktualisierung des Impfstatus.

 

Für Masern sollten alle nach 1963 geborenen Personen, die die Krankheit noch nicht hatten, die fehlenden Impfungen bis zu den insgesamt zwei Dosen nachholen. Bei Keuchhusten ist eine Impfung für 25- bis 29-Jährige sowie für alle Personen mit engem Kontakt zu Säuglingen unter sechs Monaten notwendig. Die Empfehlung gilt zudem für schwangere Frauen, denen eine Impfung ab dem zweiten Schwangerschaftstrimester nahegelegt wird.

 

Der elektronische Impfausweis ist ein einfaches, modernes und effizientes Instrument, um auf dem neusten Stand zu bleiben. Das System verschickt E-Mail- oder SMS-Benachrichtigungen, wenn eine Impfung fehlt oder eine Auffrischung angezeigt ist. Während der Impfwoche kann der elektronische Ausweis gratis erstellt und validiert werden. Erhältlich ist dieser über die Webseite meineimpfungen.ch.

 

Jungen Eltern steht ausserdem ein vom BAG herausgegebener Flyer zur Verfügung, der über die Risiken von Masern und Keuchhusten für Säuglinge informiert. Die Seite sichimpfen.ch enthält ebenfalls zahlreiche nützliche Angaben zur Impfung und zum bestmöglichen Schutz.

 

Mehr zum Thema

Bundesamt für Gesundheit BAG

25.04.2016 - dzu

 
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