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Nicht-hormonelle Behandlung bei Hitzewallungen

Im folgenden Artikel werden verschiedene nicht-hormonelle Behandlungsmöglichkeiten und deren Wirkungserfolge bei Hitzewallungen und Schweissausbrüchen in den Wechseljahren beschrieben.

Traubensilberkerze Blüte

Traubensilberkerze 
 
Seit dem die Ergebnisse der Women’s-Health-Initiative-(WHI-)Studie im Jahr 2002 veröffentlicht wurden, stehen sowohl Hausärzte wie auch die Frauen Hormonbehandlungen kritischer gegenüber. Mehr zur WHI-Studie >>

 

Seither widmeten sich viele Berichte der Fach- und Laienpresse der Frage, wie wirksam verschiedene, rezeptfreie und verschreibungspflichtige Präparate bei Hitzewallungen und Schweissausbrüchen (sogenannten vasomotorischen Symptomen) in den Wechseljahren sind.

 

Die folgenden Angaben entstammen einer Zusammenfassung von Studienergebnissen über einige nicht-hormonelle Präparate. Die Studien waren im Fachblatt ''American Family Physician'' veröffentlicht worden.

 

Die Autorin der Zusammenfassung macht darauf aufmerksam, dass die Ansprechrate auf Plazebo (Scheinmedikamente) in den meisten Hitzewallungen-Studien mit bis zu 40% recht hoch war. Ähnlich hohe positive Zahlen wurden auch in Studien mit Hormonpräparaten und Plazebo beobachtet. Die hohen Plazebo-Ansprechraten machen es schwierig, den tatsächlichen Therapieeffekt von Wirkstoffen auf Hitzewallungen zu beurteilen, so die Autorin.

 

Wirksubstanzen gegen Hitzewallungen in den Wechseljahren

SSRI und Venlafaxin

Im Vergleich zu Plazebo zeigten selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) und Venlafaxin, ein Serotonin- und Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI), eine Reduktion von Hitzewallungen um bis zu 60%. Bemerkung: in die Studie wurden nur Brustkrebspatientinnen aufgenommen, die mit einem Krebsmedikament behandelt wurden.

 

Wie die SSRI und Venlafaxin bei Hitzewallungen tatsächlich wirken, ist nicht bekannt. Vermutet wird der positive Einfluss auf das Serotinin-Ungleichgewicht bei Hitzewallungen.

 

Es wurde in den meisten Studien über vorübergehende, dosisabhängige Nebenwirkungen wie Schlafstörungen, Erregung, Übelkeit, Verstopfung und Appetitlosigkeit berichtet. Über die Dauer der Behandlung ist nichts bekannt. Niedrige bis mittlere Dosierungen schienen genauso effektiv zu sein wie hohe Dosierungen, mit dem Vorteil, dass die niedrigeren Dosierungen deutlich weniger Nebenwirkungen hervorriefen.


Clonidin

Clonidin wird unter anderem bei Bluthochdruck eingesetzt. Bei Brustkrebspatientinnen, die mit diesem Wirkstoff  behandelt wurden, konnten die Hitzewallungen um bis zu 20% reduziert werden. Die Autoren vermuten, dass der Wirkstoff reaktiv auf die Gefässe wirkt; der genaue Wirkmechanismus bei Hitzewallungen ist jedoch nicht bekannt.

Nebenwirkungen unter Clonidin-Pflaster: Mundtrockenheit, Verstopfung, Benommenheit, lokale Reizungen der Haut.

 

Soja-Isoflavone

Soja-Isoflavone haben eine östrogenähnliche Wirkung. Die Studienergebnisse gegenüber Plazebo zeigten einen mässigen Nutzen bei Hitzewallungen und bei Schweissausbrüchen. Einige Studien zeigten eine Reduktion der Hitzewallungen. In andern Studien zeigte die Behandlung mit Soja-Isoflavonen keine Überlegenheit gegenüber Plazebo.

 

Bei Asiatinnen, die sehr viel Soja zu sich nehmen, wurden weniger vasomotorische Symptome (dazu gehören Hitzewallungen, Schweissausbrüche) festgestellt. Soja enthält eine grosse Menge an natürlichem Östrogen.

 

Soja und Isoflavone können in der kurzfristigen Behandlung (max. 2 Jahre) bei Hitzewallungen und Schweissausbrüchen in den Wechseljahren hilfreich sein. Völlig nebenwirkungsfrei sind Soja-Isoflavone aber nicht.

 

Rotklee

Rotklee ist reich an Geistein und Daizein. Diese beiden Isoflavone sind dem weiblichen Östrogen sehr ähnlich. Laut Studien scheint Rotklee aber bei Hitzewallungen nicht effektiver zu sein als Plazebo. Es muss allerdings gesagt werden, dass es nur wenige Daten aus einigen wenigen Studien dazu gibt.

 


Traubensilberkerze

Bei der Behandlung mit Traubensilberkerze waren die Studienergebnisse ebenfalls uneinheitlich. Wie die Traubensilberkerze bei Hitzewallungen genau wirkt, ist nicht bekannt. Neuere Daten weisen darauf hin, dass der Wirkstoff ebenfalls Östrogen- sowie Serotonin-ähnlich* wirkt. *Serotonin wird auch Glückshormon genannt.

 

Die Traubensilberkerze wurde am häufigsten untersucht und wahrscheinlich am häufigsten angewendet. In der kurzfristigen Behandlung scheint sie bei Hitzewallungen und Schweissausbrüchen in den Wechseljahren hilfreich zu sein. Traubensilberkerze-Präparate wurden allgemein gut vertragen, schwere Nebenwirkungen wurden nicht verzeichnet.

 

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Rosenfluh Publikationen, ArsMedici Nr. 2 2007

11.04.2007 - dzu

 
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