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Sie sind hier: Fokus » Nikotinsucht » Rauchstopp-Hilfen 21. Oktober 2017
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Rauchentwöhnung: Medikamente können helfen

Ein Antidepressivum mit dem Wirkstoff Bupropion wird bei der Rauchentwöhnung eingesetzt. Bupropion soll das Verlangen nach einer Zigarette vermindern und gleichzeitig auftretende Depressionen vermindern.

 

Das Medikament ist nur gegen ärztliches Rezept (Liste A) zu beziehen und wird von den Krankenkassen nicht vergütet. Medikamente erleichtern einen Rauchstopp, ersetzen aber nicht den eigenen Willen. Das Medikament sollte aber nie ohne ärztliche Begleitung eingenommen werden.

 

In der Schweiz ist der Wirkstoff Bupropion seit Dezember 1999 zugelassen zur Behandlung der Nikotinabhängigkeit, als Unterstützung während der Rauchentwöhnung. Das Medikament unterliegt der verschärften Rezeptpflicht (Liste A). Das Präparat enthält kein Nikotin, sondern wirkt wie ein Medikament gegen Depression.

 

Es soll die Rauchentwöhnung in doppelter Hinsicht unterstützen: Erstens kann nach dem Nikotinentzug als Entzugserscheinung eine Depression auftreten, zweitens kann Nikotin eine antidepressive Wirkung haben und für einige Personen Grund sein für das Weiterrauchen.

 

 

Vorsichtsmassnahmen (Ausszug aus dem Arzneimittelkompendium)

Vor der Einnahme dieses Medikaments muss ein ärztliches Gespräch stattfinden. Dabei klärt die Ärztin oder der Arzt ab, ob ein erhöhtes Risiko bezüglich unerwünschter Wirkungen besteht. Ohne Beratung darf das Präparat nicht verschrieben werden.


Zudem ist eine mögliche Wechselwirkung mit anderen Medikamenten zu prüfen; gewisse Medikamente können das Risiko eines Krampfanfalls erhöhen. Folglich sind andere Medikamente, ob rezeptpflichtig oder frei verkäuflich, nicht mit Bupropion einzunehmen, ohne vorher ein Gespräch mit einer Ärztin oder dem Apotheker geführt zu haben.

Während der Schwangerschaft darf Bupropion nicht eingenommen werden.

 

Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen von Bupropion sind: Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Mundtrockenheit, Übelkeit und Verstopfung.

 

Ebenfalls berichtet wurde über das Auftreten von Fieber, Schwäche, Brustschmerzen, Gesichtsrötung ("Flush"), Herzklopfen, Schwindel, Ruhelosigkeit, Stimmungsveränderungen, Zittern, Angstzustände, Verwirrtheit, Konzentrationsstörungen, Appetitlosigkeit, Magen-Darm-Beschwerden mit Bauchschmerzen und Erbrechen, Schweissausbrüche, Blutdruckabfall oder -erhöhung, Klingeln in den Ohren, Sehstörungen und Geschmacksbeeinträchtigung.

 

Überempfindlichkeitsreaktionen wie Hautausschlag und Juckreiz sind möglich.

 

Beim Auftreten von Atemnot, Enge und Schmerzen in der Brust, einem Anschwellen des Gesichts, der Lippen, der Augenlider oder der Extremitäten oder Hautausschlag sollten Sie unmittelbar Ihren Arzt informieren und nur auf dessen ausdrückliche Anweisung die Einnahme fortsetzten.

 

In sehr seltenen Fällen können Krampfanfälle (epileptische Anfälle) auftreten. Falls solche oder weitere Nebenwirkungen oder irgendwelche andere ungewöhnliche Symptome auftreten, von denen Sie einen Zusammenhang mit der Einnahme des Präparates vermuten, informieren Sie bitte Ihren Arzt.

 

Das Medikament kann möglicherweise Ihr Reaktionsvermögen beeinflussen. Vorsicht ist deshalb geboten, wenn Sie während der Behandlung ein Fahrzeug lenken oder Maschinen bedienen müssen.

 

 

   
19.01.2015 - dzu
 
 
 

 

 

 


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