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Harnwegsinfekt: Nicht in jedem Fall wird eine antibiotische Behandlung notwendig

Harnwegsinfekte, insbesondere Blasenentzündungen, sind bei Frauen ein häufiges medizinisches Problem. Die Blasentzündung entsteht meist aufgrund einer bakteriellen Infektion und wird häufig mit Antibiotika behandelt. Ob dies tatsächlich und immer nötig ist, wollte eine deutsche Forschergruppe wissen.

Nicht jede
Blasenentzündung
erfordert Antibiotika
 
Für die Untersuchungen waren Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG), der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) sowie der Universität Bremen verantwortlich.

 

Ihr Ziel war herauszufinden, ob eine unkomplizierte Harnwegsinfektion mit Antibiotika behandelt werden sollte oder ob Schmerzmittel, die meist ebenfalls bei dieser schmerzhaften Infektion eingesetzt werden, allein als Behandlungsoption genügen könnten.

 

Die Forscher wählten aus 42 Hausarztpraxen fast 500 Frauen für die Studie aus. Die Frauen waren ansonsten gesund, hatten aber wegen typischer Beschwerden einer Harnwegsinfektion den Hausarzt aufgesucht. Typische Beschwerden einer unkomplizierten Harnwegsinfektion sind: Brennen beim Wasserlassen und/oder häufiges Wasserlassen in kleinen Portionen. Die Teilnehmerinnen wurden nach Zufallsprinzip in zwei Gruppen eingeteilt: Entweder bekamen sie sofort ein Antibiotikum oder nur ein Schmerzmittel, das auch entzündungshemmend wirkt. Bei zunehmenden oder anhaltenden Beschwerden sollten sie wieder ihren Hausarzt aufsuchen.

 

Bei zwei Drittel der Teilnehmerinnen in der Schmerzmittelgruppe heilte der Infekt ohne antibiotische Behandlung ab. Einige wenige Frauen erlitten als Komplikation eine Nierenbeckenentzündung, und zwar häufiger, wenn sie nur Schmerzmittel bekamen.

 

Da diese Komplikation recht selten vorkam, sind sich die Forscher einig, dass ein unkomplizierter Harnwegsinfekt mit leichten bis mittelschweren Beschwerden bei sonst gesunden Frauen oft mit Schmerzmitteln allein ebenso gut abheilt wie mit Antibiotika.

 

Die Studienergebnisse werden wahrscheinlich die heutigen Leitlinien zur Behandlung von einfachen Harnwegsinfekten, die eine sofortige Antibiotikatherapie empfehlen, beeinflussen, so die Forscher.

 

Blasenentzündung – was kann ich selber tun?

Zur Vorbeugung, aber auch unterstützend zur Behandlung eines unkomplizierten Harnwegsinfektes hilft es, viel zu trinken und sich warm zu halten. Ausserdem sollte man Harndrang nicht unterdrücken und die Blase möglichst bald und vollständig entleeren. Nach dem Geschlechtsverkehr sollte jeweils sofort die Blase entleert werden. Baumwollunterwäsche der synthetischen Wäsche vorziehen und keine allzu engen Jeans tragen. Der Intimbereich sollte immer trocken gehalten werden. Nach dem Stuhlgang von vorne nach hinten abwischen, damit keine Fäkalbakterien in die Vagina und in die Harnwege gelangen.

 

Akut helfen wärmende Wickel. Man kann auch einfach nur eine Wärmeflasche auflegen oder zwischen die Beine klemmen. Bei einer akuten Entzündung kann ein ansteigendes Sitzbad mit Zusätzen von Kamille, Löwenzahn oder Zinnkraut helfen. Ansteigend meint: Das Wasser sollte zu Beginn nicht wärmer als 36° betragen, danach laufend warmes Wasser dazugiessen, bis eine Temperatur von 39° erreicht wird. Gesamtdauer des Bades ca. 30 Minuten.

 

Empfohlene, lauwarme, möglichst ungesüsste Tees: Bärentraubenblätter, Hagenbutten, Wachholder, Brennnesseln, Brunnenkresse, Salbei oder Kapuzinerkresse, Kamillenblüten. Himmbeersaft und Johannisbeersaft können die Flora der Harnwege günstig beeinflussen.

 

Bei Verschlimmerung der Beschwerden sowie bei ansteigendem Fieber, sollte eine akute Blasenentzündung jedoch ärztlich abgeklärt werden.

 

 

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Universitätsmedizin Göttingen UMG

21.01.2016 - dzu

 
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