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Sie sind hier: Fokus » Brustkrebs » Untersuchungen 21. Oktober 2017
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Verdacht auf Brustkrebs: Was geschieht beim Arzt?

Das Wissen um kleinste, verdächtige Veränderungen in der Brust ist für die betroffene Frau meistens sehr belastend.

 

Frau Ärztin im Gespräch
 

Deshalb ist eine möglichst schnelle und zuverlässige Abklärung durch den Arzt – in der Regel durch die Frauenärztin oder den Frauenarzt wichtig.

 

Grundsätzlich versucht der Arzt mit möglichst wenigen Abklärungsschritten eine sichere Diagnose zu erhalten, damit unnötige Untersuchungen und Operationen vermieden werden können.

 

Folgende Schritte gehören in der Regel zur Abklärung:

 

Gespräch und körperliche Untersuchung

Im Gespräch wird der Arzt zunächst Ihre persönlichen Risikofaktoren für einen möglichen Brustkrebs erfragen. Neben dem Alter und Brustkrebsfällen in der engeren Familie als wichtigste Risikofaktoren, wird er auch Fragen zu Ihrer Krankengeschichte und anderen Risikofaktoren stellen wie:

 

  • Wann die Veränderung aufgetreten ist
  • Sind bereits früher Abklärungen oder Operationen erfolgt
  • Sind bereits früher ein Brusttumor oder andere Veränderungen festgestellt und therapiert worden
  • Bestand früher schon eine andere Krebserkrankung (z.B Eierstock-, Darm- oder Gebärmutterkrebs)
  • Bestehen andere Risikofaktoren für einen Brustkrebs (z.B. frühe erste Monatsblutung, späte Menopause, Hormoneinnahme, Körpergewicht, usw.)    

 

Bei der körperlichen Untersuchung erfolgt die Inspektion und Tastuntersuchung durch den Arzt

 

Inspektion:
  • Veränderungen der Brustwarze (medizinisch Mamille) wie Einziehungen oder Ekzeme
  • Hautveränderungen: Vorwölbungen, Einziehungen oder Hautrötungen
  • Asymmetrien beim Vergleich beider Brüste

 

Tastuntersuchung, im Liegen und im Stehen:
  • Beide Brüste werden miteinander verglichen
  • Grösse des Tumors (Knotens), Abgrenzbarkeit und Verschieblichkeit gegenüber der Haut und dem darunter liegenden Gewebe
  • Eventuell versucht die Ärztin oder der Arzt durch vorsichtiges Pressen der Brustwarze, Sekret zum Fliessen zu bringen; dieses Sekret kann milchig, klar, blutig oder eitrig sein; vor allem blutiges Sekret kann auf eine bösartige Veränderung hinweisen.
  • Abtasten der Lymphknoten in der Achselhöhle und im Bereich des Schlüsselbeins

 

Mammographie und Ultraschalluntersuchung

Mammographie
Mammographie
 

Bei Frauen über 30 Jahren ist die Mammographie (Röntgenaufnahme der Brust) die erste bildgebende Untersuchung.

 

 

Die Ultraschalluntersuchung der Brust (Sonographie) ist die wichtigste Zusatzuntersuchung zur Mammographie, v.a. wenn die Art der Veränderung in der Mammographie nicht sicher beurteilt werden kann. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn das Brustdrüsengewebe sehr dicht ist, wie bei jungen Frauen oder Frauen mit Hormoneinnahme. Bei Frauen unter 30 Jahren sollte die Ultraschalluntersuchung sogar als erstes eingesetzt werden.

 

 

Feingeweblich Untersuchung

Um ganz sicher zu sein, dass tatsächlich ein Brustkrebs vorliegt, werden mit einer dünnen Nadel kleine Gewebeproben aus dem verdächtigen Brustknoten entnommen und unter dem Mikroskop auf Krebszellen untersucht – eine Operation ist dazu nicht notwendig.

 

Sind in der Probe Krebszellen gefunden worden, werden weitere Eigenschaften dieser Krebszellen untersucht, die für die Therapieplanung von Bedeutung sind.

 

Biologische Eigenschaften, Analyse der Zelloberfläche der Krebszellen

Entscheidend für die richtige Wahl der Therapie ist die Untersuchung der biologischen und molekularen Eigenschaften der Brustkrebszellen. Dazu wird vor untersucht, ob sich auf der Oberfläche der Brustkrebszellen sogenannte Hormonrezeptoren oder Wachstumsfaktorrezeptoren befinden. Bestimmte Hormone oder Wachstumsstoffe können das Krebswachstum beeinflussen. Ist der Brustkrebs für solche Stoffe empfänglich, so kann das therapeutisch genutzt werden. Mit entsprechenden Hormonen, Antihormonen oder sogenannten Antikörpern lässt sich das Wachstum zumindest für einige Zeit aufhalten oder der Krebs bildet sich sogar zurück.

 

Hormonrezeptoren

Hormonrezeptoren kann man sich als kleine Antennen vorstellen, die auf die weiblichen Geschlechtshormone (Östrogen, Progesteron) reagieren. Die Geschlechtshormone stimulieren über die Hormonrezeptoren das Wachstum der Krebszellen. Haben die Krebszellen viele solche Antennen, so ist das ein Zeichen dafür, dass der Krebs mit einer Antihormontherapie gut zu behandeln ist, was für eine gute Prognose der Behandlung spricht. Mammakarzinome, die viele Hormonrezeptoren enthalten und gut auf eine Antihormontherapie reagieren werden als HR+ Karzinome bezeichnet.

Zur Behandlung  >> siehe Antihormontherapie des Brustkrebses.

 

HER2-Rezeptoren

Nebst den Geschlechtshormonen stimulieren auch Wachstumsfaktoren wie der Human Epidermal Growth Factor 2 (HER2) das Wachstum von Brustkrebszellen. Krebszellen, die eine grosse Anzahl der sogenannten HER2-Rezeptoren auf der Zelloberfläche aufweisen, werden als HER2+ Mammakarzinome bezeichnet. Für die Behandlung dieser Mammakarzinome wurden in den letzten Jahren wirksame und gezielt einsetzbare Medikamente entwickelt, welche die Prognose von diesem Brustkrebs Typ markant verbessert haben.

Zur Behandlung >> siehe  Anti-HER2-Therapie

 

KI-67-Test

Das Ki-67 ist ein Eiweiss, welches der Körper selber produziert. Das Eiweiss beeinflusst die Teilungsaktivität der Brustkrebszellen und damit deren Wachstumsgeschwindigkeit. Ein hoher Anteil von Ki-67-positiven Brustkrebszellen kann eine hohe Wachstumsgeschwindigkeit des Tumors bedeuten. Deshalb wird bei allen Brustkrebsdiagnosen auch das Ki-67 bestimmt.

 

Untersuchung der regionalen Lymphknoten

Tumorzellen können über die Lymphgefässe der Brust zu den Lymphkoten transportiert werden und von dort weiter verschleppt werden. Bei der Analyse der regionalen Lymphknoten spielt der sogenannte Sentinella Lymphknoten eine wichtige Rolle. Als Sentinella Lymphknoten oder auch Wächter-Lymphknoten wird derjenige Lymphknoten benannt, welcher dem Brustkrebs an nächsten liegt. Ist dieser Lymphknoten frei von Krebszellen, kann mit grosser Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass auch weiter entfernte Lymphknoten, wie zum Beispiel die Lymphknoten in der Achselhöhle nicht vom Brustkrebs betroffen sind.

 

Suche nach Metastasen (Tochtergeschwülsten)

Schliesslich muss geklärt werden, ob der Brustkrebs bereits Tochtergeschwülste (Metastasen) entwickelt hat, vor allem in Organen, in denen sich häufig solche Ableger festsetzen. Am häufigsten finden sich Brustkrebsmetastasen in der Lunge, der Leber, den Knoche und dem Gehirn. Daher muss zumindest eine Computertomographie des Brustraumes und des Bauchraumes sowie eine Ultraschalluntersuchung der Leber durchgeführt werden. Zum Auffinden von Knochenmetastasen braucht es eine spezielle radiologische Untersuchung der Knochen, die sogenannte Skelettszintigraphie.

 

 

 
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