Leaderboard

Sie sind hier: Fokus » Eisenmangel » Behandlung 26. September 2017
Fokus
Adipositas, schweres Übergewicht
Alkoholabhängigkeit
Baby / Geburt Schwangerschaft
Blasenentzündung, Zystitis
Blutgerinnung
Brustkrebs
Cholesterin
Chronische myeloische Leukämie (CML)
Eisenmangel
Aktuell
Risikogruppen
Beschwerden
Untersuchungen
Behandlung
Nützliches
Diskussionsforum
Endometriose
Essstörungen
Fussgesundheit
Gebärmutterhalskrebs/ Genitalwarzen
Haarausfall
Haut trocken
Haut-/Sonnenschutz
Herz / Herz-Kreislauf
Heuschnupfen
Immunsystem stärken
Impfen
Insektenschutz
Körperschmuck
Krankenversicherung
Menstruation
Morbus Crohn
Multiple Sklerose
Nagelgesundheit
Nagelpilz
Nahrungsmittel: Allergie, Unverträglichkeit
Nikotinsucht
Prostatakrebs
Schwindel
Stress
Todesfall
Verdauung
Verhütung / Verhütungsmethoden
Vogelgrippe
Wechseljahre
Zecken
Krankheitsbilder
Symptome
Untersuchungen
Medizinische Onlineberatung
TopPharm Apotheken
Versand-Apotheke
News
Physiotherapie
Gesundheitsmagazin Schweizer Hausapotheke
Patientenzeitschrift Sprechstunde
Ratgeber
Ernährung
Gesunde Zähne
Alternativmedizin, TCM
Männer
Frauen
Kinder-Teenager
Senioren
Sport, Wellness
Pharmazeutika
Nützliches
Links
Schrift: Schrift grösser Schrift kleiner

Rect Top

 

 

Behandlung bei Eisenmangel und Eisenmangelanämie

Frau müde bleich

Unspezifische Müdigkeit
kann auf Eisenmangel
hinweisen

 
Die Symptome eines Eisenmangels ohne Anämie (Müdigkeit, eingeschränkte Leistungsfähigkeit und Wärmeregulation, Haarausfall, Verlust der geistigen Fitness) sowie der verminderte rote Blutfarbstoff bei Eisenmangelanämie sprechen nachgewiesenermassen auf eine Eisentherapie an.

 

Bei einem Ferritin <30 µg/l und Klagen einer Patientin oder eines Patienten über entsprechende Symptome eines Eisenmangels ist eine Behandlung gerechtfertigt, wenn keine Anhaltspunkte für eine andere Ursache der Beschwerden vorliegen.
 
Ferritinwerte zwischen 30 und 50 µg/l entsprechen einer Grauzone, wo individuell über einen Therapieversuch mit Eisen entschieden werden muss. Bei einem Ferritin > 50 µg/l wird bei fehlenden begleitenden Entzündungszeichen von einem genügend grossen Eisenspeicher ausgegangen. Ohne nachgewiesenen Mangel darf keine Eisengabe erfolgen, da der Körper über keine Regulationsmechanismen verfügt, um überschüssiges Eisen auszuscheiden und eine potentielle Eisenüberladung gefährlich ist.
 
Die Substitution des Eisens erfolgt entweder durch Tabletten oder direkt in die Vene, je nach Verträglichkeit und Begleitumständen. Mittels Ernährung kann nur etwas erreicht werden, wenn der Eisenmangel die Folge einer unausgewogenen Diät war.
 
Der Eisenbedarf hängt vom Blutfarbstoff- (Hämoglobin-) sowie vom Ferritinwert ab.

 

Formen der Eisenbehandlung

Eisen in Tablettenform, als Tropfen oder als Sirup

Eisentherapie Tabletten
 

Eisentabletten, -tropfen und -sirup lassen sich problemlos einnehmen.

 

Man unterscheidet zwischen zwei- und dreiwertigen Eisenpräparaten.

 

Empfohlen wird ein Beginn mit 80-100 mg Eisen pro Tag und eine Steigerung der Tagesdosis auf 200 mg Eisen ab der zweiten Therapiewoche. Eine optimale Resorption des Eisens besteht bei zweiwertigen Eisenpräparaten ca. eine Stunde vor der Mahlzeit. Um eine optimale Wirkung zu erreichen sollen die Tabletten bei dreiwertigem Eisen mit den Mahlzeiten geschluckt werden. Meistens ist eine Therapiedauer über 3-6 Monate erforderlich. Bei dreiwertigem Eisen werden - im Gegensatz zu zweiwertigem Eisen - keine Wechselwirkungen mit Nahrungsmitteln oder Medikamenten festgestellt.
 
Die Entscheidung, ob ein Präparat mit zweiwertigem oder dreiwertigem Eisen zum Einsatz kommt, muss individuell gefällt werden. Die Verträglichkeit von dreiwertigem Eisen ist besser als diejenige von zweiwertigem. Häufigste Nebenwirkungen sind Magen-Darm-Störungen wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Verstopfung oder Krämpfe. Zweiwertiges Eisen hingegen soll besser resorbiert werden als dreiwertiges, was im Praxisalltag jedoch kaum Bedeutung hat. Da dreiwertiges Eisen in der Regel besser vertragen wird ist meistens auch der Therapieerfolg besser.

 

Eisen intravenös

Eisenmangel Spritze Therapie
 

 

Die derzeit erhältlichen Eisenpräparate erlauben die intravenöse Verabreichung von hohen Eisendosen in einer begrenzten Zeit in der Hausarztpraxis.

 

Dank der vereinfachten Verabreichung ist auch die Belastung für die Patienten deutlich zurückgegangen.

 

 

Wann intravenös?
Intravenös appliziertes Eisen kommt vor allem in folgenden Situationen zur Anwendung:

Bei chronischem Nierenversagen, Krebs, Polyarthritis und Herzschwäche kann ein funktioneller Eisenmangel bestehen. Bei diesen Patienten ist das Ferritin normal oder hoch, das Eisen kann jedoch für die Blutbildung ungenügend genutzt werden. Eisentabletten sind in dieser Situation unwirksam, im Gegensatz zu intravenösem Eisen, welches helfen kann, die Bluttransfusionshäufigkeit zu reduzieren. In diesen Fällen wird die intravenöse Eisentherapie häufig mit Erythropoetin (EPO), einem Hormon, das die Blubildung anregt, kombiniert.

 

Kontrollen/Nachsorge

Das Ziel der Eisentherapie bei Eisenmangel ist die Verbesserung der Symptomatik und das Auffüllen der Speicher. Bleiben die Symptome nach mehrwöchiger Eisenbehandlung mit Tabletten, Tropfen oder Sirup oder nach intravenöser Eisengabe bestehen, wird der Patient erneut untersucht:

  • Kontrolle der Diagnose
  • Besteht eine verminderte Aufnahme (die Eisenaufnahme hemmende Medikamente oder Ernährung, Zöliakie, Helicobacter pylori, Autoimmun-Magenentzündung)?
  • Weiter bestehender, die Eisengabe überwiegender Eisenverlust?
  • Kooperation des Patienten?

Laborchemisch ist ein Ziel-Ferritin von ≥100 µg/l anzustreben. Die Kontrolle des Ferritins erfolgt bei mit Tabletten behandelten Patienten nicht vor 3 Monaten. Dabei soll die Eisentherapie während 2 Wochen vor der Messung ausbleiben, um einen verlässlichen Wert für das Speichereisen zu erhalten. Die Kontrolle des Ferritins macht bei intravenös therapierten Patienten erst nach 8-12 Wochen Sinn, da das Ferritin im Blut durch die Eiseninfusion kurzfristig stark ansteigt und nicht mit dem Speichereisen korreliert.

 

 
Mediscope
 
27.02.2013 - dde, dzu
 
 
 


Facebook Like- and Share-Button
Rect Bottom
 

Anmeldung Newsletter

 

Krankheiten von A-Z, Symptome, Therapien, Diagnosen >> 

Symptome:
die wichtigsten Beschwerden >>

Untersuchungen:
die häufigsten Untersuchungs-methoden>>

Erfahren Sie mehr zu Eisenmangel und Eisenmangel-

anämie

check-dein-eisen

check-dein-eisen.ch

Forum Eisenmangel, Eisenmangel-

anämie

Leser diskutieren zum Thema Eisenmangel, Eisenmangelanämie, Blutarmut durch Eisenmangel >>

Sky right 1
Sky right 2
Adserver Footer