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Sie sind hier: Fokus » Multiple Sklerose » Expertenmeinung 17. Oktober 2017
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Multiple Sklerose und Gedächtnisleistung: Antworten auf vier häufig gestellte Fragen

Das Sprechzimmer-Interview „Kognitive Störungen können bereits im Frühstadium von Multipler Sklerose auftreten“ mit PD Dr. Pasquale Calabrese vom Institut für Psychologie der Universität Basel hat bei Betroffenen Fragen aufgeworfen. Hier die Antworten auf vier häufig gestellte Fragen rund um die Multiple Sklerose und eine eingeschränkte Gedächtnisleistung.

Hier zum früheren Interview „Kognitive Störungen können bereits im Frühstadium von Multipler Sklerose auftreten“ mit PD Dr. Pasquale Calabrese vom Institut für Psychologie der Universität Basel.

 

Multiple Sklerose und Gedächtnisleistung: Antworten auf vier häufig gestellte Fragen

 

Frage: Welchen Zusammenhang hat die Gedächtnisleistung mit Multipler Sklerose (MS)?

Antwort: MS ist eine Autoimmunkrankheit, bei der körpereigene Abwehrzellen falsch programmiert sind: Nervenzellen und Nervenbahnen werden von den eigenen Abwehrzellen angegriffen und beschädigt. Das spielt sich im zentralen Nervensystem ab, also im Kopf und im Rückenmark.

 

Beschädigte Nervenzellen und Nervenbahnen können sich teilweise selbst reparieren, aber nicht zum Ursprungszustand zurückkehren. Unser Organismus kann beschädigte Bahnen kompensieren, indem er andere Hirnareale für eine Aufgabe einspannt. Dafür gibt es Grenzen: Wenn die Kompensation zu oft in Anspruch genommen wird oder betroffene Areale so gross oder wichtig sind, dass keine Kompensation möglich ist, kommt es zu Gedächtnisleistungsstörungen. Ergo: MS kann neben der Schubaktivität und der körperlichen Behinderung auch die Gedächtnisleistung beeinträchtigen.

 
 

Frage: Welches sind die typischen Symptome der Einschränkung der Gedächtnisleistung bei MS?

Antwort: Störungen der Gehirnleistungsfähigkeit bei MS können sich sehr unterschiedlich bemerkbar machen:

  • Die Aufmerksamkeit ist eingeschränkt. Es ist beispielsweise schwierig, Gesprächen zu folgen. Man verliert den roten Faden
  • Man hat Mühe, dem im modernen Leben vorgegebenen Tempo zu folgen. Alles geht etwas zu schnell. Man ermüdet rasch
  • Man findet of nicht die richtigen Worte
  • Namen gehen im Vergleich zu früher dramatisch schnell vergessen
  • Das Denken ist verlangsamt und es mangelt an Konzentration
  • Es wird schwierig, mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen
  • Man hat Orientierungsschwierigkeiten

Oft merken Angehörige oder Freunde die kognitiven Defizite von MS-Betroffenen zuerst. Die Störungen können das Berufsleben und das Alltagsleben erheblich beeinträchtigen.

 
 

Frage: Was können MS-Betroffene gegen die Einschränkung der Gedächtnisleistung tun?

Antwort: Zur Linderung der Einschränkung der Gedächtnisleistung gibt es Gedächtnistrainings. Beispielsweise trainieren Sudoku oder Klavierspielen das Gehirn. Derzeit werden für Multiple Sklerose-Betroffene spezielle wissenschaftliche Gedächtnistrainings entwickelt. Aber: Trotz aller Trainings gibt es keine Garantie, dass die Störungen nicht stärker werden. Generell ist zu empfehlen, den Krankheitsverlauf möglichst früh mit einer bewährten Basistherapie zu bremsen. Damit wird auch der Einschränkung der Gedächtnisleistung entgegengewirkt.

 
 

Frage: Wie viele MS-Betroffene haben eine Einschränkung der Gedächtnisleistung und wer diagnostiziert sie?

Antwort: Laut der Statistik hat jeder zweite MS-Betroffene eine Einschränkung der Gedächtnisleistung. Die Diagnose erfolgt durch den Neurologen. Oft merken es aber Verwandte und Freunde zuerst. Die Störungen können im Krankheitsverlauf bereits früh auftreten. Deshalb empfiehlt sich auch aus dieser Sicht die Frühtherapie: Sie verlangsamt das Fortschreiten der Krankheit und damit auch das Auftreten der Symptome wie die Einschränkung der Gedächtnisleistung.

 

 

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02.08.2011 - dzu

 
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