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Chronische myeloische Leukämie (CML): Diagnose, Untersuchungen

Erhebung der
Krankengeschichte
Da Symptome in der chronischen Phase lange Zeit ausbleiben, ist die CML meistens ein Zufallsbefund im Rahmen einer normalen Blutuntersuchung beim Hausarzt.

Bei über 50-jährigen Menschen mit Leistungsminderung, Müdigkeit oder Nachtschweiss muss neben einer Reihe anderer und häufigerer Erkrankungen auch an eine CML gedacht werden. Eine entsprechende Blutuntersuchung bestätigt den CML-Verdacht oder schliesst eine CML aus.

Bei Verdacht auf Blutkrebs respektive einer CML, wird der Arzt eine ausführliche Krankengeschichte aufnehmen. Darauf folgt eine gründliche körperliche Untersuchung sowie einige Zusatzuntersuchungen.

>> Checkliste für Gespräch mit dem behandelnden Arzt

Folgende Abklärungen führen zur Diagnose CML:

Blutbild (Hämatologischer Test)

Im Blut werden das Blutbild und das Differenzialblutbild bestimmt. Die Blutentnahme erfolgt als ganz normale Blutentnahme zum Beispiel aus der Ellenbeuge.Das Blutbild zeigt die Anzahl der roten und weissen Blutkörperchen (Erythrozyten und Leukozyten) sowie die Menge der Blutplättchen (Thrombozyten). Eine Erhöhung der weissen Blutkörperchen gibt zunächst den ersten Hinweis auf eine mögliche Erkrankung. Weitere Aufschlüsse, um welche Erkrankung es sich handeln könnte, gibt das Differenzialblutbild. Beim Differenzialblutbild werden die Art und Anzahl der verschiedenen Typen von weissen Blutkörperchen (Lymphozyten, Monozyten, Granulozyten) bestimmt. Bei der CML werden typischerweise neben normalen Granulozyten auch viele unreife Vorstufen der Granulozyten (Vorläuferzellen) gefunden.

Blutbild links normal rechts CML
Blutbild links normal
Blutbild rechts CML

Untersuchung des Knochenmarks (Zytogenetischer Test):
Nur durch eine Untersuchung einer Knochenmarkprobe kann die Diagnose CML zuverlässig gestellt werden. Damit wird auch bestimmt, in welcher Krankheitsphase sich der Patient befindet.

Was im Knochenmark bei CML gefunden wird:

  • Deutlich mehr weisse Blutkörperchen (Leukozyten) als normal, vor allem werden viele unreife Vorstufen (Blasten) gefunden.
  • Zytogenetische Laboruntersuchung: Nachweis des Philadelphia-Chromosoms

Die Entnahme der Knochenmarkprobe erfolgt aus dem Hüftknochen (Beckenkamm). Dabei wird in örtlicher Betäubung mit einer Hohlnadel in den Knochen gestochen und Knochenmarkgewebe entnommen. Die Untersuchung kann ambulant durchgeführt werden.

Molekularer Test (BCR-ABL): Nachweise des BCR-ABL-Gens mittels PCR-Untersuchung. Die Bestimmung des BCR-ABL-Gens erfolgt aus einer Blutprobe (oder Knochenmarkprobe) und ist besonders relevant für die Therapie (siehe Therapieziele, Therapieansprechen).

Die PCR Methode
PCR-Methode

Das untersuchende Labor sollte gemäss Empfehlungen von Experten über eine Zertifizierung verfügen, welche attestiert, dass die PCR-Ergebnisse nach dem Internationalen Standard ausgegeben werden

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