Leaderboard

Sie sind hier: News » Gesundheitswesen 18. Oktober 2017
Fokus
Krankheitsbilder
Symptome
Untersuchungen
Medizinische Onlineberatung
TopPharm Apotheken
Versand-Apotheke
News
Gesundheit allgemein
Tagungen
Gesundheitswesen
Schweinegrippe
Radioaktivität
Junge Redaktoren
Humor
Publireportagen
Physiotherapie
Gesundheitsmagazin Schweizer Hausapotheke
Patientenzeitschrift Sprechstunde
Ratgeber
Ernährung
Gesunde Zähne
Alternativmedizin, TCM
Männer
Frauen
Kinder-Teenager
Senioren
Sport, Wellness
Pharmazeutika
Nützliches
Links
Schrift: Schrift grösser Schrift kleiner Als Email versenden Druckvorschau

Rect Top

 

 

Knorpelschädigung und Arthrose

Arthrose ist eine Volkskrankheit. Rund 5 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter dem krankhaften Gelenkverschleiss. Vor allem das Kniegelenk ist anfällig für Arthrose - mit der Folge, dass sich Betroffene immer weniger bewegen, um Schmerzen zu vermeiden. Doch gerade das regelmässige Bewegen ist notwendig, um einen Gelenkverschleiss zu verhindern und Beschwerden zu bessern.

Das Knorpelgewebe in unseren Gelenken ermöglicht Bewegung ohne
Reibung. Druckbelastungen zum Beispiel beim Laufen werden durch die
Knorpelschicht gleichmässiger verteilt, die Knochen dadurch geschützt.
Wird der Knorpel durch mangelnde Bewegung, dauerhafte
Fehlbelastungen, Verletzungen oder Verschleiss jedoch zerstört, droht
eine schmerzhafte Arthrose. Denn der menschliche Körper kann den
Knorpel nur ganz begrenzt ersetzen. Chirurgische Eingriffe können
helfen, Knorpeldefekte zu beheben und damit einer Arthrose
vorzubeugen. Die AGA, Europas grösste Fachgesellschaft für
Arthroskopie und Gelenkchirurgie, erläutert den Zusammenhang zwischen
Knorpelschädigung und der Entstehung einer Arthrose.

 

Wieso ist Bewegung so wichtig?

Dazu muss man sich die Beschaffenheit des Knorpels etwas genauer
ansehen. Das Knorpelgewebe eines Erwachsenen ist frei von Gefässen und
Nerven. Die Zellen werden über eine Gelenkflüssigkeit (sog.
Synovialflüssigkeit) im Knorpelgewebe versorgt. Für diesen Prozess
ist eine regelmässige Bewegung notwendig. Findet diese nicht
ausreichend statt, nimmt der Wasseranteil im Gewebe ab und der
Knorpel wird weniger elastisch. Zudem nimmt die Vernetzung der
Bindegewebsstrukturen und die Zellzahl im Knorpel mit zunehmendem
Alter ab. Die Folge: Es entstehen zunächst oberflächliche
Aufrauhungen, die dann ab einem bestimmten Grad immer schneller
zunehmen. Daraus kann sich dann die gefürchtete Gelenksarthrose
entwickeln. Auch Gelenkinfektionen, Autoimmunerkrankungen oder
Mangelernährung können diese krankhaften Prozesse auslösen.

 

Welche Folgen können Gelenkverletzungen für den Knorpel haben?

Eine Gelenkverletzung, z.B. durch einen Sportunfall, kann sich in der
Folge auch negativ auf den Knorpel auswirken. Ist ein Gelenk nach
einer Verletzung beispielsweise instabil oder über einen längeren
Zeitraum immobil, kann auch hier die Versorgung des Knorpels mit der
notwendigen Gelenkflüssigkeit leiden und die oben beschriebenen
Abnutzungsprozesse in Gang setzen. Auch kann der Knorpel durch einen
Unfall direkt beschädigt werden: die eigentlich glatte Knorpelschicht
bricht auf und es entstehen Bruchränder, an denen die Scherkräfte
beim Bewegen den Defekt mit der Zeit vergrössern.

 

Ist die Angst vor Überbelastung der Gelenke berechtigt?

Den Knorpel vor Abnutzung und Verschleiss zu schonen, ist also ganz
wichtig, um einer Arthrose vorzubeugen. Aber Achtung: Das heisst
nicht, eine Schonhaltung einzunehmen und Sport und Bewegung zu
meiden. Eine Überbelastung, z.B. durch häufiges Joggen, wird häufig
als Ursache von Knorpelschäden diskutiert. Diese Ursache kann jedoch
bislang nicht durch Studien nachgewiesen werden. Im Gegenteil:
Wissenschaftliche Studien zeigen vielmehr eine gute Anpassung des
menschlichen Körpers an eine dauerhafte Belastung, sofern noch kein
Vorschaden vorhanden ist. Das gilt allerdings nicht, wenn z.B. durch
Meniskusschäden oder Bandinstabilitäten das Gelenk unnatürlich
belastet wird.

 

Die schlechte Nachricht: Knorpelzellen reproduzieren sich nicht selbst

Ist der Knorpel einmal geschädigt, sind die Heilungschancen sehr
begrenzt. Körpereigene Reparaturmechanismen am Knorpel gibt es kaum,
d.h. einmal zerstörter Gelenkknorpel kann nicht vollständig
ausheilen. Zum einen liegt es daran, dass sich Knorpelzellen nicht
mehr vermehren können. Zum anderen gibt es im Knorpel selbst keine
Entzündungsreaktion, die Teil eines jeden Regenerations- und
Heilungsprozesses ist. Nur kleinste Schäden können durch die
Produktion von neuer Knorpelsubstanz von den Zellen ausgeglichen
werden.

 

Die gute Nachricht: Es gibt Möglichkeiten der medizinischen
Knorpelreparatur

In den vergangenen Jahrzehnten konnten sich aber chirurgische
Eingriffe zur Knorpelreparatur etablieren. Das sog. Debridement ist
ein gängiges Operationsverfahren, das darin besteht, verletztes
Knorpelgewebe arthroskopisch zu entfernen. Mit dem minimal-invasiven
Eingriff kann Knorpel geglättet, Verwachsungen gelöst oder entzündete
Gelenkinnenhaut entfernt werden. Noch weiter versuchen die Mediziner
mit sog. knorpelregenerativen Operationstechniken zu gehen. Ihr Ziel
ist es, die Oberfläche des Gelenkknorpels mit Ersatzknorpelgewebe
wiederher-zustellen.

 

Autologe Knorpelzelltransplantation (MACT)

Bei der Autologen Knorpelzelltransplantation (MACT) werden
Knorpelzelldefekte in Gelenken durch körpereigenes Knorpelgewebe
aufgefüllt. Zunächst arthroskopisch entnommene Knorpelzellen werden
in einem zweiten Schritt nach der Anzüchtung im Labor wieder in den
Gelenkde-fekt eingesetzt. Die Methode wird heute insbesondere bei
Knorpelverletzungen am Kniegelenk eingesetzt und soll damit eine
schmerzfreie Mobilität des Gelenks ermöglichen.

 

Mikrofrakturierung wird aktuell weiterentwickelt

Bei der Mikrofrakturierung werden kleine Löcher in die zerstörten
Knorpelzonen gesetzt. Dadurch können Stammzellen aus dem Knochenmark
austreten, die einen Ersatzknorpel ent-stehen lassen. In jüngster
Zeit arbeiten die Mediziner der AGA an einer Neuheit innerhalb dieses
Verfahrens, mit der die eintretenden Stammzellen mit Hilfe eines
besonderen Gels besser als bisher am Knorpel stabilisiert werden
können. Hier versprechen sich die Mediziner eine noch höhere
Knorpelqualität.

 

Kritische Haltung gegenüber Medikamentengaben

Kritisch sieht die AGA nach neuesten Erkenntnissen hingegen das
Einspritzen von Medikamenten in ein Gelenk. Beim Injizieren von
Lokalanästhetika, Kortison sowie auch der viel verbreiteten Therapie
mittels injizierter Hyaluronsäure können schwerwiegende
Komplikationen auftreten. Hier empfehlen die Mediziner der AGA eine
individuelle sehr kritische Nutzen-Risiko-Abwägung des Arztes
zusammen mit dem Patienten.

 

Über die AGA, Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie

Die AGA ist die grösste europäische Gesellschaft für Arthroskopie und
Gelenkchirurgie mit derzeit mehr als 4.000 Mitgliedern. Die Ziele der
AGA sind unter anderem Nachwuchsförderung, Weiterbildung,
Standespolitik im Zusammenhang mit der Arthroskopie und
Gelenkchirurgie, Sicherung und Kontrolle der Qualität und die
Unterstützung und Finanzierung von wissenschaftlichen und klinischen
Projekten. Die AGA hat ihren Sitz in der Schweiz.

 

Mehr zum Thema

AGA, Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie

09.02.2015 - dzu

 
Facebook Like- and Share-Button
Rect Bottom
 

Anmeldung Newsletter

 

Krankheiten von A-Z, Symptome, Therapien, Diagnosen >> 

Symptome:
die wichtigsten Beschwerden >>

Untersuchungen:
die häufigsten Untersuchungs-methoden>>

 

Spezial-Apotheke

 

Ihre Spezial-Apotheke

schnell, diskret, günstig

 

 

Apothekensuche

Apotheke finden

 

 

 

Medizinische Onlineberatung
 

Das Team der Onlineberatung für Ihre Fragen zu Gesundheit, Krankheit und Medizin.

mehr >>

Häufige Fragen und Antworten >>

Erste Hilfe Quiz

Sky right 1
Sky right 2
Adserver Footer