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Magenkrebs: Verdauungstrakt
Gastrointestinale Stromatumore: Bösartige Tumore des Magen-Darmtraktes
Gastrointestinale Stromatumore (Abkürzung: GIST) sind bösartige Krebserkrankungen des Verdauungstraktes . Sie sind seltener als die Krebsarten, die normalerweise als Magenkrebs oder Dickdarmkrebs bezeichnet werden. GIST entstehen direkt in der Wand der Verdauungsorgane und zählen damit zu den sogenannten Weichteiltumoren (auch Sarkome genannt). GIST können im gesamten Magen- Darm-Trakt - von der Speiseröhre bis zum Enddarm - auftreten. Am häufigsten werden sie jedoch im Magen gefunden. Meist sind Erwachsene zwischen dem 55. und 65. Lebensjahr betroffen, wobei Männer etwas häufiger erkranken als Frauen.

Für die Entstehung von GIST ist ein durch Mutation fehlerhaftes Gen verantwortlich. Bei gesunden Menschen überwacht ein Enzym in den Zellen des Verdauungstraktes das Zellwachstum. Im Falle eines Gendefektes ist dieses Enzym - die sogenannte Tyrosinkinase - aber dauerhaft aktiviert, was zu einer unkontrollierten Zellvermehrung und damit zur Entstehung eines Tumors führt.

In seltenen Fällen entsteht ein GIST auch ohne diese Mutation. Zwar liegt in den meisten Fällen bei den Betroffenen eine Genveränderung vor, vererbt werden GIST aber dennoch nicht. In der Regel  tritt die Genveränderung (Mutation) erst im Verlauf des Lebens auf.

In vielen Fällen wird man auf einen solchen Tumor des Verdauungstraktes erst bei Beschwerden wie Übelkeit, Schmerzen, Appetitlosigkeit, Verstopfung oder innere Blutungen aufmerksam.

Diese Beschwerden machen sich aber leider erst bei fortgeschrittener Erkrankung bemerkbar und weisen auch nicht eindeutig auf einen GIST hin, da sie auch bei anderen Erkrankungen auftreten können. Deshalb werden solche Tumore meist zufällig festgestellt, zum Beispiel bei einer Magen- Darmspiegelung oder vor einem operativen Eingriff.

Gastrointestinale Stromatumore: Darmspiegelung, Magenspiegelung
Gastrointestinale Stromatumore: Darmspiegelung, Magenspiegelung
Solche seltenen Tumore des Magen/Darmtrakes (GIST) sind durch bildgebende Untersuchungsverfahren nur selten eindeutig zu erkennen. Erst mit einer Gewebeuntersuchung lässt sich die Diagnose sichern. Die Gewebeentnahme (Biopsie ) erfolgt im Rahmen einer Spiegelung (Endoskopie ) des Verdauungstraktes (Magenspiegelung, Darmspiegelung).
Zwerchfellbruch: bei stärkeren Beschwerden wird operiert
Gastrointestinale Stromatumore: Chirurgische Entfernung

Wird der GIST in einem sehr frühen Stadium entdeckt, dann kann er in vielen Fällen chirurgisch entfernt werden.

In vielen Fällen hat der Tumor bei Entdeckung breits eine beachtliche Grösse erreicht und häufig schon Ableger (Metastasen) in anderen Organen gebildet. Eine Operation ist dann oft nicht mehr möglich.

Zudem ist diese Tumorart sehr resistent gegen Chemo- und Strahlentherapie, weshalb diese Krebsform lange Zeit zu den am schwierigsten zu behandelnden Tumoren zählte.

Mit einer neuen Medikamentengeneration (sogenannte Tyrosinkinasehemmer) werden heute jedoch beachtliche Erfolge erzielt. Die Medikamente setzten beim verantwortlichen Enzym in den Krebszellen an und stoppen so das Zell- und damit das Tumorwachstum. Der Tumor schrumpft oder das Wachstum wird verlangsamt. 

Was kann man selber tun

Achten Sie auf eine ausreichende Kalorienaufnahme: Gut ernährte Patienten fühlen sich wohler und  vertragen eine Tumorbehandlung besser. Dies gilt prinzipiell für alle Krebserkrankungen. Allerdings kann die Nahrungsaufnahme vor allem nach grösseren Operationen im Verdauungstrakt - wie es bei GIST der Fall sein kann -  Schwierigkeiten bereiten. Hier kann eine gezielte Ernährungsberatung weiterhelfen.
 
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