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Frühsommer-Meningoenzephalitis von Zecken übertragen
Frühsommer-Meningoenzephalitis von Zecken übertragen

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis ist eine Entzündung der Hirnhäute und des Gehirns. Sie wird durch Viren hervorgerufen. Diese sind in der Tierwelt als Krankheitserreger dauerhaft vorhanden und werden auf den Menschen gelegentlich durch Zecken übertragen.

In der Schweiz erkranken jedes Jahr ca. 150-260 Personen an FSME. Es ist jedoch nicht jeder gleichermassen gefährdet. Das FSME-Virus tritt nur in bestimmten Regionen auf, in so genannten Endemiegebieten.

Die Infektion erfolgt durch den Biss einer mit FSME-Viren infizierten Zecke. Das Infektionsrisiko ist insgesamt gering, da selbst in Hauptverbreitungsgebieten nur jede 50. bis 100. Zecke Virusträger ist und nur ein kleiner Teil der Infektionen beim Menschen zum Ausbruch der Krankheit führt.

Lungenentzündung: schweres Krankheitsgefühl, Fieber, Husten
FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis): Starke Kopfschmerzen, Nackensteifheit, Fieber

Bei über der Hälfte der Infizierten verläuft die virale Attacke völlig unbemerkt und ohne Folgen. Die FSME-Viren werden in der Regel sofort übertragen, trotzdem sollte jede Zecke unverzüglich entfernt werden, z.B. mit Pinzette oder anderen mechanischen Hilfsmitteln. Von der Anwendung von Öl oder anderen Mittelchen wird abgeraten.

Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich. Die Inkubationszeit (Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Symptome) beträgt drei Tage bis drei Wochen.

Nach der FSME-Virus-Übertragung kann es ein bis zwei Wochen nach dem Biss zu grippeartigen Beschwerden kommen (Fieber, Kopfschmerzen und Gliederschmerzen).

In einem Teil der Fälle kommt es nach einem kurzen beschwerdefreien Intervall zu Komplikationen an den Hirnhäuten (Meningitis) oder am Gehirn selbst (Enzephalitis), die sich in starken Kopfschmerzen, Nackensteifheit, Verwirrtheit, Bewusstseinsverlust, Lähmungen oder Wesensveränderungen  äussern und mit Fieber einhergehen können. Das sind Alarmzeichen und der Betroffene gehört sofort in ärztliche Behandlung.

Hyperaldosteronismus: Hormonbestimmung im Blut, Kalium im Urin
FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis): Antikörpernachweis im Blut

Zur Diagnose der FSME werden verschiedene Untersuchungen und Abklärungen durchgeführt. Dazu gehören unter anderem:

  • Krankengeschichte unter Einbezug der Symptome
  • Wenn nach einem Zeckenstich grippeähnliche Symptome auftauchen, Arzt aufsuchen
  • Antikörpernachweis im Blut

Was kann man selber tun?

Vom Frühjahr bis in den Herbst sollte man sich nach einem Waldlauf (besonders in Zecken-Gebieten, siehe Karte in der Linkempfehlung) nach Zecken untersuchen.

Eine Zecke sollte sofort entfernt werden. Eine Vorbehandlung mit Gel, Feuer oder Zerquetschen ist unbedingt zu unterlassen, weil dadurch die Erreger erst recht übertragen werden. Die Zecke wird idealerweise mit einer Pinzette möglichst hautnah gefasst und durch geraden Zug (nicht drehen) entfernt. Das Zurückbleiben des Stachels in der Wunde ist nicht gefährlich und führt in den meisten Fällen zu einer harmlosen Fremdkörperreaktion.

Schwangerschaftsbedingter Bluthochdruck: Infusionen gegen den Eiweissverlust
FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis): Symptomatische Behandlung im Spital
Die Therapie richtet sich nach den Symptomen (Schmerzmittel, Entzündungehemmer, Flüssigkeitsersatz durch Infusion, kontinuierliche Überwachung der lebenswichtigen Funktionen); eine spezifische antivirale Therapie ist nicht verfügbar.

Wahrscheinlich gibt eine durchgestandene FSME lebenslange Immunität, tatsächlich ist dies aber noch nicht wissenschaftlich bewiesen worden.

Das Vollbild der Erkrankung ist zwar relativ selten, kann aber bei Patienten doch zu schweren Schäden oder sogar zum Tod führen (1-2% der Fälle, wo das Virus das zentrale Nervensystem befällt). Insgesamt erleiden 10 bis 20% der Patienten mit schwereren klinischen Verlaufsformen andauernde neuropsychologische Restschäden. Relativ häufig sind psychische Veränderungen wie beispielsweise Antriebsschwäche oder Depressionen. Auch Todesfälle durch FSME sind bekannt.

Gebärmutterhalskrebs: HPV-Impfung und Kondome
FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis): Zeckenschutz und Impfung

Die aktive Immunisierung durch Impfung gewährt einen guten Schutz. Empfohlen wird sie vor allem Personen, die sich länger in Risikogebieten aufhalten (z.B. Waldarbeitern). Der beste Schutz ist das Meiden von Risikogebieten (Wald- und Buschgebiete) oder das Tragen langer Kleidung.

Berechnungen für die Schweiz ergaben für die Jahre 1995 bis 2004 einen Impfschutz von 95%, bei 3 Dosen. Eine Auffrischungsimpfung wird alle 10 Jahre empfohlen.

Haus und Garten

In regelmässig gepflegten Hausgärten und städtischen Parkanlagen, welche nicht in Waldnähe liegen, sowie in reinen Nadelholzwäldern sind Zecken selten. Über einer Höhe von rund 1000 m ü.M sind bisher keine Gebiete mit FSME-Viren infizierten Zecken bekannt. (Stand 2011, BAG).

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