Leaderboard

Sie sind hier: Krankheitsbilder » Schwangerschaftsdiabetes, Gestationsdiabetes, Graviditätsdiabetes 23. Oktober 2017
Fokus
Krankheitsbilder
Symptome
Untersuchungen
Medizinische Onlineberatung
TopPharm Apotheken
Versand-Apotheke
News
Physiotherapie
Gesundheitsmagazin Schweizer Hausapotheke
Patientenzeitschrift Sprechstunde
Ratgeber
Ernährung
Gesunde Zähne
Alternativmedizin, TCM
Männer
Frauen
Kinder-Teenager
Senioren
Sport, Wellness
Pharmazeutika
Nützliches
Links
Schrift: Schrift grösser Schrift kleiner Als Email versenden Druckvorschau

Rect Top

 

 

Schwangerschaftsdiabetes, Gestationsdiabetes, Graviditätsdiabetes

Definition

Schwangerschaftsdiabetes: Meist vorübergehende Zuckerkankheit

Von einem Schwangerschaftsdiabetes spricht man, wenn während der Schwangerschaft erstmals eine Störung des Zuckerstoffwechsels (zu hohe Blutzucker werte) auftritt. Er gehört zu den häufigsten Komplikationen während der Schwangerschaft. 

In der Regel tritt der Schwangerschaftsdiabetes im letzten Drittel der Schwangerschaft auf und verschwindet nach der Geburt wieder.

Hauptrisikofaktoren für die Entwicklung eines Schwangerschaftsdiabetes sind Alter, Übergewicht und ein bekannter Blutzucker in der Familie.

Ein unbehandelter Schwangerschaftsdiabetes stellt ein gesundheitliches Risiko für Mutter und Kind dar. Da ein Schwangerschaftsdiabetes oft ohne Beschwerden verläuft, sind Blutzuckerkontrollen im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge sehr wichtig. Bei guter Einstellung des Blutzuckers mittels Diät oder in schweren Fällen zusätzlich mit Insulin, können Folgeschäden bei Mutter und Kind weitgehend vermieden werden.

Ursachen

Während der Schwangerschaft führen verschiedene Schwangerschaftshormone zu einem Anstieg des Blutzuckers. Zum Ausgleich wird im Normalfall vermehrt blutzuckersenkendes Insulin von der Bauchspeicheldrüse produziert. Bei einem Teil der Schwangeren schafft es die Bauchspeicheldrüse jedoch nicht, diese Mehrarbeit zu leisten. Es kommt zu einem Insulinmangel und in der Folge bleibt der Blutzucker über die Normalwerte erhöht.

Risikofaktoren für einen Schwangerschaftsdiabetes sind:

  • Übergewicht
  • Diabetes in der Familie (Eltern oder Geschwister)
  • Schwangerschaftsdiabetes in einer früheren Schwangerschaft
  • Alter über 30
  • Wiederholte Fehlgeburten
  • Frühere Geburt mit Geburtsgewicht über 4000 Gramm

Symptome (Beschwerden)

In den meisten Fällen hat die Mutter keine Beschwerden, d.h. die typischen Zeichen für einen Diabetes (z.B. starker Durst, häufiges Wasserlassen) sind nicht vorhanden.

Oft sind nur unspezifische Symptome auf einen Diabetes hinweisend, z.B. eine erhöhte Anfälligkeit für Harnwegsinfektionen, erhöhter Blutdruck, erhöhte Fruchtwassermenge oder erhöhte Zuckerausscheidung im Urin.

Ein unbehandelter Schwangerschaftsdiabetes kann folgende Auswirkungen auf das Kind haben:

  • Stärkeres Grössenwachstum und höheres Geburtsgewicht (über 4500 Gramm)
  • Organreifungsstörungen (besonders die Lungenreifung ist gestört)
  • Geburtskomplikationen
  • Kindliche Unterzuckerungen nach der Abnabelung
  • Erhöhte Bilirubinwerte im Blut (kindliche Gelbsucht): gelbliche Verfärbung der Haut und des Augenweiss
  • Niedriger Kalziumspiegel im Blut mit Neigung zu Muskelkrämpfen
  • Erhöhte Missbildungsrate

Diagnose (Untersuchung)

Schwangerschaftsdiabetes: Regelmässige Blutzuckerkontrollen

Zur Diagnose eines Schwangerschaftsdiabetes werden verschiedene Untersuchungen und Abklärungen durchgeführt. Dazu gehören unter anderem:

  • Blutzuckerkontrollen im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge
  • Bei jeder Schwangeren soll zwischen der 24. und 28. Schwangerschaftswoche ein Zuckerbelastungstest (sogenannter oraler Glukose-Toleranz-Test) erfolgen.
  • Bei Schwangeren mit Risikofaktoren soll dieser Test bereits in der Frühschwangerschaft (erstes Schwangerschaftsdrittel) erfolgen.

Therapie (Behandlung)

Schwangerschaftsdiabetes: Auf gesunde Ernährung achten

Das Behandlungsziel besteht in der Normalisierung der Blutzuckerwerte. Je früher in der Schwangerschaft der mütterliche Blutzucker auf Normalwerte gebracht wird, desto geringer sind die gesundheitlichen Risiken für Mutter und Kind.

Behandlung des erhöhten Blutzuckers:

  • Ernährungsumstellung: In den meisten Fällen sind diätische Massnahmen ausreichend: Fettarme, ballaststoffreiche Kost. Evtl. Ernährungsberaterin hinzuziehen.
  • Regelmässige körperliche Betätigungen; Schwimmen, Gehen, Treppensteigen, leichtes Hanteltraining
  • Bei ca. 25% der Patientinnen muss zusätzlich eine Insulintherapie begonnen werden. Achtung: Blutzuckersenkende Tabletten (orale Antidiabetika) dürfen wegen der Gefahren für das Kind von der Mutter nicht eingenommen werden.

Therapie beim Kind:

  • Überwachung wie bei einem Frühgeborenen z.B. Sauerstoffzelt -
  • Regelmässige Kontrollen des Blutzuckers, vor allem in der ersten Woche nach Geburt

Mögliche Komplikationen

Auf Grund des hohen Gewichtes und Grösse des ungeborenen Kindes kann es zu Platzproblemen während der Geburt kommen. Häufig muss das Kind mit Kaiserschnitt entbunden werden.

Es besteht die Gefahr von Entwicklungsverzögerungen des Kindes im Mutterleib, insbesondere die Ausreifung der Lunge ist verlangsamt.

Durch Unterzuckerungen des Kindes unmittelbar nach der Geburt kann es zu minimalen Hirnschädigungen kommen, die im späteren Leben zu psychomotorischen und verhaltensauffälligen Problemen führen können.

Viele Frauen, die einmal einen Schwangerschaftsdiabetes entwickelt hatten, tragen ein erhöhtes Risiko, später an einer richtigen Zuckerkrankheit Typ2 (Diabetes mellitus Typ2) zu erkranken. Auch bei den Kindern ist dieses Risiko für einen späteren Diabetes Typ2 erhöht. Bei manchen Frauen bildet sich der Schwangerschaftsdiabetes nach der Geburt nicht zurück und geht direkt in einen Diabetes Typ2 über.

Mehr zum Thema

Fokus-Themen (2 Ergebnisse)
Symptome (4 Ergebnisse)
Glossar (5 Ergebnisse)
Verwandte Themen (3 Ergebnisse)
Andere Quellen (2 Ergebnisse)
Facebook Like- and Share-Button
Rect Bottom
 

Anmeldung Newsletter

 

Krankheiten von A-Z, Symptome, Therapien, Diagnosen >> 

Symptome:
die wichtigsten Beschwerden >>

Untersuchungen:
die häufigsten Untersuchungs-methoden>>

Krankheitsbilder Untergruppen
Frauenkrankheiten
Hormone, Ernährung und Stoffwechsel

Achtsamkeit für Ihre Gesundheit

Blasenentzündung

Blasenentzündung natürlich behandeln

Ohne Antibiotika

 

Mehr zum Thema >>

Apothekensuche

Apotheke finden

 

 

 

 

Spezial-Apotheke

 

Ihre Spezial-Apotheke

schnell, diskret, günstig

 

 

Brustkrebs

Vorsorge, Risiken

Diagnose, Therapie

 

Mehr zum Thema >>

Sky right 1
Sky right 2
Adserver Footer