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Rektoskopie: Enddarmspiegelung zur Diagnose und Krebsfrüherkennung
Mediastinoskopie: Spiegelung des Raumes in der Brusthöhle

Was ist eine Mediastinoskopie

Die Mediastinoskopie ist eine Spiegelung des direkt hinter dem Brustbein und zwischen beiden Lungenflügeln gelegenen Mittelfellraumes (Mediastinum) mit einem speziellen optischen Instrument, dem Mediastinoskop. Mit dem Mediastinoskop mit eingebauter Lichtquelle und Minikamera kann der Mittelfellraum ausgeleuchtet und auf einem Monitor betrachtet werden. Ausserdem können über das Instrument bei Bedarf Gewebeproben (Biopsien) entnommen werden. Die Mediastinoskopie findet in Vollnarkose statt.

Die Mediastinoskopie ist eine Untersuchung aus der Thoraxchirurgie.

Bedarf es einer speziellen Vorbereitung auf die Untersuchung

Für eine Mediastinoskopie muss man nüchtern sein (Vollnarkose). Ansonsten ist in den meisten Fällen vorher nichts zu beachten.

Was wird vor der Untersuchung abgeklärt

Für eine Mediastinoskopie muss die Blutgerinnung intakt sein, daher werden vorher die Gerinnungswerte im Blut kontrolliert (Blutabnahme). In der Regel wurden vorher verschiedene Röntgenuntersuchungen (Lungenröntgen, Computertomographie, Magnetresonanztomographie, Positronen-Emissionstomographie) durchgeführt.

Wie wird eine Mediastinoskopie durchgeführt

Die Mediastinoskopie wird ambulant im Spital in Vollnarkose und unter keimfreien (sterilen) Bedingungen durchgeführt. Nach gründlicher Hautdesinfektion wird das Mediastinoskop über einen kleinen Hautschnitt am Hals, knapp oberhalb des Brustbeins in den Brustkorb eingeführt und zwischen Brustbein und Luftröhre etwa 10 Zentimeter weit in den Mittelfellraum eingeschoben. Dort befinden sich die wichtigen Lymphknoten der Lunge. Die eingebaute Minikamera überträgt das Bild aus dem Inneren des Mediastinums auf einen Monitor. Bei Bedarf können mit einer kleinen Zange Gewebeproben (Biopsien) aus den dort befindlichen Lymphknoten oder von Tumoren entnommen werden bzw. können vor einer Lungenoperation bereits fast die gesamten Lymphknoten des Mittelfells entfernt werden, was einen Teil der offenen Lungenoperation erspart. Die Mediastinoskopie dauert entsprechend dem Umfang zwischen 30 Minuten und 2 Stunden.

Wann wird eine Mediastinoskopie eingesetzt

Die Mediastinoskopie dient vor allem zur Abklärung von Erkrankungen im Bereich der Lunge und des Mediastinums, bei denen die dort gelegenen Lymphknoten betroffen sind.

Häufige Gründe für eine Mediastinoskopie sind:
  • Lungenkrebs (zur Planung der Operation oder Bestrahlung)
  • Sarkoidose, eine entzündliche Erkrankung die vorwiegend Lunge und Lymphknoten betrifft
  • Lymphome, Lymphdrüsenkrebs
  • Mesotheliom, Krebs des Lungenfells
  • Thymuskrebs, Thymom

Hat die Mediastinoskopie Risiken oder Nebenwirkungen

Diese Untersuchung wird in Vollnarkose durchgeführt und ist im Allgemeinen risikoarm. Wie bei jedem Eingriff sind Blutungen, Organverletzungen oder nachfolgende Infektionen möglich. Sehr selten treten Komplikationen wie ein unerwünschter Lungenkollaps (Pneumothorax) durch Verletzung der Lunge, Nervenverletzungen mit Heiserkeit durch Stimmbandlähmung oder Atemnot infolge einer Zwerchfelllähmung auf. Bei einer Narkose besteht auch immer ein gewisses Narkoserisiko.

 
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