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Sie sind hier: Symptome » Husten 21. November 2017
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Husten, Hustenreiz, Reizhusten

Definition

Husten ist eine automatische körperliche Reaktion zur Reinigung der Atemwege

Beim Husten wird Luft aus den Atemwegen explosionsartig ausgestossen. Die Luft erreicht dabei Geschwindigkeiten von mehreren Hundert Kilometern pro Stunde. Der Sinn des Hustens ist die Reinigung der Atemwege. Diese Reinigung erfolgt reflexartig durch Reizung der Schleimhaut in den Atemwegen durch Partikel oder chemische Stoffe. Man unterscheidet zwischen trockenem Husten und Husten mit Auswurf. Die Konsistenz und Farbe des Auswurfs lässt bereits einige Vermutungen zur Ursache des Hustens zu. Am häufigsten ist ein Husten durch eine Infektion verursacht. Chronischer Husten kann aber auch ein Symptom einer ernsthaften Erkrankung wie Bronchitis, COPD oder Lungenkrebs sein - am häufigsten mit verursacht durch chronischen Nikotinkonsum.

Wie äussert sich das Symptom?

Generell wird zwischen einem akuten Husten (Dauer unter 3 Wochen) und einem chronischen Husten (länger als 3 Wochen) unterschieden. Unabhängig davon kann der Husten mit Auswurf (produktiver Husten) oder ohne Auswurf (trockener Husten, auch Reizhusten genannt) auftreten. Die Art und Farbe des Auswurfs kann bereits Hinweise auf die Ursache liefern. Ein schleimig-gelbgrünlicher Auswurf weist eher auf eine bakterielle Infektion der Atemwege hin, ein glasiger oder weiss-gräulicher Auswurf eher auf eine virale. Bei starken Rauchern ist der Auswurf häufig bräunlich-schwärzlich gefärbt.

Ein blutiger Auswurf oder das Husten von reinem Blut wird als Bluthusten (Hämoptoe) bezeichnet und stellt einen Notfall dar!

Begleitsymptome: Erkältungssymptome (Schnupfen, Halsweh, Heiserkeit, Gliederschmerzen), Allergiezeichen (Augenjucken, Niesreiz, rinnende Nase, verstopfte Nase), Brustschmerzen, Fieber, Atemnot, Schluckbeschwerden, Schmerzen im Stirn- oder Oberkieferbereich, Ohrenschmerzen

Welche Krankheit kann dahinter stecken?

Husten ist ein häufiges Symptom bei Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege (Rachen, Luftröhre, Lunge respektive Bronchien). Der häufigste Grund für einen akuten Husten ist eine virusbedingte Erkältung.

Chronischer Husten kann auf ernsthaftere Erkrankungen hinweisen, wie Bronchitis, COPD oder seltener Lungenkrebs, und steht häufig in Zusammenhang mit Nikotinkonsum.

Bei Kindern mit plötzlichem Husten ist an die Möglichkeit eines versehentlich eingeatmeten Fremdkörpers (Erdnuss, Spielzeugteil, etc.) zu denken.

Bei älteren Menschen können auch eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz) oder bestimmte Blutdruckmedikamente (ACE-Hemmer) zu Husten führen.

Ursachen für akuten Husten

Ursachen für chronischen Husten

  • Chronische Bronchitis (z.B. Raucherhusten)
  • Asthma Bronchiale
  • Chronische obstruktive Lungenerkrankung (COPD, auch Raucherlunge genannt)
  • Lungenemphysem (Lungenüberblähung)
  • Allergischer Husten
  • Herzschwäche (Herzinsuffizienz)
  • Refluxkrankheit, Sodbrennen (gastroösophagealer Reflux)
  • Medikamentennebenwirkung (v.a. ACE-Hemmer: Medikamente gegen Bluthochdruck
  • Tumore im Kehlkopfbereich oder der Luftröhre
  • Psychisch bedingter Husten (nervöser Husten)
  • Mukoviszidose
  • Luftröhrenverengung (Trachealstenose)

Selbsthilfe

Allgemeine Tipps bei Husten oder zur Vorbeugung

  • Vermeidung von schleimhautreizenden Faktoren, wie Zigarettenrauch, trockene Raumluft, Reizstoffe (z.B. Tierhaare bei Tierhaar- Allergie , etc.)
  • Vorbeugende Massnahmen gegen Erkältungen: Regelmässige Bewegung, gesunde Ernährung und genügend Schlaf stärken das Immunsystem
  • Atemtherapie bei genereller Anfälligkeit für Husten oder Bronchitis
  • Zur Schleimlösung: Inhalationen, leichtes Abklopfen des Rückens von unten nach oben und bei leicht vorgebeugtem Oberkörper
  • Viel trinken (mindestens 2 Liter täglich, weniger bei Herz- und Nierenkranke), damit wird zäher Schleim verflüssigt und kann leichter abgehustet werden
  • Hustenmittel: es gibt Hustenstiller für trockenen Husten und Hustenlöser (=Schleimlöser) für Husten mit Auswurf. Hustenlöser und Hustenstiller sollen nie zusammen eingenommen werden, da sie sich gegenseitig in ihrer Wirkung blockieren. Die Präparate sollen auch nur nach ärztlicher Absprache eingenommen werden. Insgesamt ist deren Wirkung eher mässig und nicht eindeutig nachgewiesen.
  • Für Erkältungshusten sind zahlreiche rezeptfreie Mittel (z.B. Tees oder Salben zum Einreiben) erhältlich. Deren tatsächliche Wirksamkeit ist allerdings nicht fundiert untersucht.
  • Ältere und abwehrgeschwächte Menschen können sich gegen Grippe impfen lassen. Damit sind sie auch vor einem grippebedingten Husten geschützt.

Wann zum Arzt?

Husten ist ein Schutzmechanismus und Reinigungsreflex unseres Bronchialsystems. Ein banaler Husten m Rahmen einer Erkältung muss deshalb nicht gleich von einem Arzt abgeklärt werden.

Bei längerem Husten (über 4 Wochen) oder wenn man sich einen Husten nicht erklären kann, dann sollte auf jeden Fall eine ärztliche Abklärung erfolgen.

In diesen Situationen ist bei Husten der Arzt/Notarzt gefragt:

  • Blutiger Auswurf
  • Atemnot, Brustschmerzen oder hohes Fieber
  • Schwierigkeiten beim Schlucken, Schwellung von Rachen bzw. Gesicht
  • Bekannte immunschwächende Grunderkrankungen, z.B. Herz-Kreislauferkrankung, HIV, Stoffwechsel- oder Krebserkrankung
  • Gewichtsverlust, Abgeschlagenheit, Nachtschweiss, anhaltende Heiserkeit
  • Plötzliche Luftnot bei vorbestehender Venenthrombose, nach Operationen oder nach langer Immobilität (Bettruhe, lange Flug- oder Busreise)
  • Wenn ältere Menschen sowie Babys oder Kleinkinder betroffen sind
  • Husten nach einer Fernreise oder nach Kontakt mit Tuberkulosekranken

Welcher Arzt ist zuständig?

  • Hausarzt
  • Pneumologe (Facharzt für Lungenkrankheiten)
  • HNO (Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Erkrankungen)
  • Gastroenterologe (Facharzt für Magen-Darm-Erkrankungen)

Abklärung beim Arzt

Um sich ein genaues Bild von den aktuellen Beschwerden und den möglichen Ursachen zu machen, erfolgt zuerst die Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) und eine körperliche Untersuchung mit einfachen Hilfsmitteln (Betrachten, Abtasten, Abhören, Abklopfen, Funktionsprüfungen, etc.). Ausgehend von der Anamnese und der körperlichen Untersuchung können weitere spezielle Untersuchungen folgen.

Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese)

  • Fragen zum Husten selbst: Dauer und Stärke, trockener Husten oder mit Auswurf (Farbe, Menge, Konsistenz), zeitliche Schwankungen (z.B. morgens oder nachts stärker), zeitlicher Zusammenhang des Auftretens (z.B. nach körperlicher Anstrengung, nach Allergenkontakt, nach Atemwegsinfekt, etc.)
  • Begleitsymptome, wie Fieber, Atemnot oder Magenbeschwerden
  • Vor- und Begleiterkrankungen, inklusive Operationen
  • Bedeutsame Erkrankungen/Todesursachen in der Familie
  • Bekannte Allergien, Berufsbelastungen (z.B. schleimhautreizende Stoffe am Arbeitsplatz)
  • Medikamenteneinnahme
  • Lebensumstände, beruflicher und sozialer Hintergrund
  • Lebensgewohnheiten: Ernährung, Schlaf, Genussmittel (Kaffee, Alkohol, Nikotin, Drogen), Stress, etc.

Körperliche Untersuchung

Zur körperlichen Untersuchung gehört neben die Inspektion des Mund- und Rachenraumes sowie das Abhören von Herz und Lunge. Gewicht und Temperatur werden ebenfalls gemessen.

Weitere Diagnostik/spezielle Untersuchungen

  • Blutuntersuchung (Entzündungswerte)
  • Röntgen der Lunge
  • Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRI)
  • Lungenfunktionsprüfung, evtl. mit einem Provokationstest (Allergieprüfung)
  • Bronchoskopie (Spiegelung der Bronchien), gegebenenfalls mit Biopsie
  • Gastroskopie (Magenspiegelung)
  • Elektrokardiogramm (EKG)

Mehr Informationen zur Abklärung (Diagnostik) finden Sie in den jeweiligen Krankheitsbildern.

Ärztliche Behandlung

Ein akuter Husten im Rahmen einer banalen Viruserkältung klingt meist nach ein bis zwei Wochen von selbst wieder ab. Ansonsten richtet sich die Behandlung nach der Ursache.

Ist der Husten sehr störend oder wird zunächst keine Ursache gefunden, dann ist auch eine rein symptomatische Hustentherapie möglich.

Symptomatische Behandlung von Husten

Beim trockenen Husten (Reizhusten) kommen Hustenstiller (Antitussiva) zum Einsatz. Bei produktivem Husten lässt sich der zähe Schleim mit Schleimlöser (Sekretolytika) oder mit Inhalationen verflüssigen und damit leichter abhusten. Die Dauer und Schwere des Hustens lassen sich mit solchen Präparaten etwas verringern.

Ist die Nachtruhe durch den Husten stark gestört, dann kann der Arzt hustendämpfende Präparate, die Codein enthalten, verschreiben.

Bei Hustenreiz aufgrund von Entzündungen der Atemwege, werden entzündungshemmende Medikamente (z.B. Glukokortikoide) in Form eines Dosiersprays (Aerosol) verabreicht. Antibiotika werden bei bakterieller Infektion verordnet.

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